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Lange Zeit war Endometriose trotz ihrer weiten Verbreitung und der erheblichen Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen eine untererforschte Erkrankung. Dass sich dies nun ändert, ist auch dem langjährigen politischen Engagement der Endometriose-Vereinigung Deutschland zu verdanken.
Unserer kontinuierlicher Einsatz für die Interessen und Belange von Endometriose-Betroffenen hat entscheidend dazu beigetragen, dass das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) seit September 2024 gezielt Forschungsprojekte zu Endometriose fördert.
5 Millionen für die Endometriose-Forschung
Die Deutsche Bundesregierung stellt jährlich 5 Millionen Euro für zunächst drei Jahre bereit, um die Ursachen, den Verlauf sowie diagnostische und therapeutische Ansätze der Endometriose zu erforschen.
Am 28.05.2025, dem Internationalen Tag der Frauengesundheit, verkündete das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt auf Instagram, dass die Forschungsgelder zur Erforschung von Endometriose nun auf 8,5 Mio. Euro aufgestockt werden sollen. Bundesministerin Dorothee Bär, die uns bereits als Abgeordnete aktiv unterstützte, schrieb dazu: „Wir müssen der Forschung einen neuen Schub geben und diese tückische, leise Krankheit endlich besser verstehen und bekämpfen.“
Die zusätzlichen Forschungsgelder sind ein entscheidender Fortschritt für die Frauengesundheit und ein Erfolg für die jahrelange politische Arbeit der Endometriose-Vereinigung Deutschland.
Meilensteine der politischen Arbeit der Endometriose-Vereinigung Deutschland
Die Grundlage für diese Förderung wurde durch gezielte politische Arbeit geschaffen. Am 29. September 2022 sprach die Endometriose-Vereinigung Deutschland erstmals im Deutschen Bundestag über Endometriose. Gemeinsam mit den Fachgesellschaften Stiftung Endometriose-Forschung (SEF), AG Endometriose (AG|EM) der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) sowie der European Endometriosis League (EEL) luden wir Abgeordnete der Regierungsparteien zu einem Koalitionsfachgespräch ein.
Bei diesem Gespräch gelang es uns, die Abgeordneten davon zu überzeugen, dass Endometriose eine ernstzunehmende und schwerwiegende Erkrankung ist, die dringend mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung benötigt.
Am 6. Dezember 2022 folgte ein weiteres wichtiges Gespräch mit der damaligen Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, in dem wir den drängendsten Forschungsbedarf identifizierten.
Diese Gespräche zeigten Wirkung: Dank unseres unermüdlichen politischen Einsatzes, des Engagements von Endometriose-Spezialist*innen und der Unterstützung zahlreicher Abgeordneter wurden nach jahrelanger Unterfinanzierung erstmals jährlich 5 Millionen Euro im Bundeshaushalt für die Erforschung von Endometriose eingeplant – ein entscheidender Schritt, der die nächsten Jahre prägen wird.
Die Förderung dieser interdisziplinären Forschungsverbünde, in denen Grundlagenforschung und klinische Forschung Hand in Hand arbeiten, ist ein entscheidender Schritt zur Stärkung der Endometriose-Forschung in Deutschland. Die Endometriose-Vereinigung Deutschland begleitet die Projekte aktiv und bringt die Perspektive der Betroffenen in die Forschung ein. Ziel ist es, Erkenntnisse zu gewinnen und innovative Lösungen zu entwickeln, die sowohl diagnostische als auch therapeutische Ansätze optimieren – und damit die Versorgung und Lebensqualität von Endometriose-Betroffenen nachhaltig verbessern.
Mehr Informationen zur Endometriose-Forschung finden Sie hier. Weitere Informationen zum politischen Engagement der Endometriose-Vereinigung Deutschland auf Bundesebene finden Sie auf unserer Webseite.
