Politische Handlungsbedarfe
Politik für Endometriose-Betroffene ist nicht nur auf Bundesebene wichtig. Vor allem bei Aspekten rund um Bildungspolitik und Aufklärung ist es notwendig, sich das Gehör der Länder zu verschaffen, um Endometriose z. B. in die Lehrpläne des Sexualkundeunterrichts der Schulen zu bringen. Auch die Bündelung von Informationen in regionalen Aufklärungsangeboten fällt in die Verantwortung der Landespolitik. Daher hat die Endometriose-Vereinigung Deutschland eigens ein Positionspapier für die Landesebene erstellt.
Selbst politisch aktiv werden: Landespolitik-Training
Wie macht man als Betroffene, Selbsthilfegruppe oder Endo-Ally Politiker*innen auf Endometriose aufmerksam? Wie fängt man ein wirksames Gespräch an? Und wie platziert man die Anliegen vor Ort am besten? Diesen und weiteren Fragen rund um Endometriose, Adenomyose, Politik und eure Rolle gingen wir gemeinsam mit euch beim digitalen Polittraining 2024 an. Die Aufzeichnung findet ihr auf unserem YouTube-Kanal.
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Unser vergangenes Engagement
- 2023, 31. August: Digitales Politiktraining der Endometriose-Vereinigung Deutschland für die Landtagswahlen in Bayern und Hessen
- 2024, 23. Mai: Antrag von CDU und SPD zum Thema „Die Situation von Endometriose- und Adenomyose-Betroffenen in Berlin verbessern” (Drucksache 19/1692)
- 2025, 2. April: Die Anhörung zur Endometriose-Versorgung in Bremen wurde von den gesundheitspolitischen Sprecher*innen der Koalitionsfraktionen und mit starkem Einsatz der Selbsthilfegruppe Bremen organisiert. Hier geht's zum Blogbeitrag über die Anhörung.
- 2025, 02. Oktober: Auf Einladung von Ministerin Diana Stolz fand ein parlamentarisches Frühstück zum Thema Endometriose statt. Rund 20 Abgeordnete sowie Fachleute aus Medizin und Selbsthilfe nahmen teil. Unsere Empfehlungen für das Land Hessen: 1. Fachgespräch Endometriose mit Expertinnen und Experten aus Kliniken, Praxen, Forschung, Kassen und Selbsthilfe, 2. Hessische Endometriose-Strategie durch eine interministerielle Steuerungsgruppe, 3. Schulische Aufklärung über Menstruationsbeschwerden und Endometriose inkl. Lehrkräfte-Fortbildungen, 4. Stärkung der Versorgung in Endometriose-Zentren und multimodalen Behandlungspfaden und 5. Landesfachstelle und Register für Information, Vernetzung und valide Daten
- 2025, 15. Mai: Der Landtag Hessen nimmt einen Antrag an, der konkrete Aussagen zu Endometriose enthält
- 2023, 31. August: Digitales Politiktraining der Endometriose-Vereinigung Deutschland für die Landtagswahlen in Bayern und Hessen
- 2022, 22. September: Im Hessischen Landtag fand zum ersten Mal in einem deutschen Parlament eine Aktuelle Stunde zum Thema Endometriose statt. Unter dem Titel: „Volkskrankheit Endometriose endlich anerkennen – Hessen braucht eine Strategie!“ hatte die FDP-Fraktion einen entsprechenden Antrag eingebracht. Dem vorausgegangen waren Gespräche mit Vertreter*innen unserer Arbeitsgruppe Endo.Politisch.Aktiv.
- Seit Anfang 2025: Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium zur Erstellung von Unterrichtsmaterialien zu den Themen Endometriose und Menstruation
- 2024, 7. März: Der WDR zeigt in der Sendung „Frau TV“ einen Beitrag über Natascha Lowitzki und ihren Kampf für mehr Aufklärung über Endometriose und eine bessere medizinische Versorgung. Natascha ist seit der Gründung aktiv in der Arbeitsgruppe Endo.Politisch.Aktiv. Sie vertritt die Interessen aller deutschen Endometriose-Betroffenen im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), dem zentralen Beteiligungsgremium in der deutschen Gesundheitspolitik.
- 2023, 16. März: Gemeinsame Sitzung der Ausschüsse für Gleichstellung und Frauen sowie für Arbeit, Gesundheit und Soziales im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit den Endometriose-Spezialisten Dr. med. Harald Krentel und Dr. med. Sebastian D. Schäfer sowie der Influencerin Anna Adamyan haben wir zum Antrag der FDP-Fraktion „Die Situation von Endometriose-Betroffenen verbessern – Aufklärung, Versorgung und Forschung stärken“ Fragen der Abgeordneten des Landtags in Nordrhein-Westfalen beantwortet. Mehr Informationen finden sich in diesem Blogbeitrag. Der Antrag der FDP sowie die Stellungnahme der Mediziner*innen und der EVD sind auf der Webseite des Landtages zu lesen. Hier kann die gesamte Anhörung in Düsseldorf angesehen werden.
- 2025, 19. März: Plenarsitzung im Saarländischen Landtag. Am 19. März verabschiedete der Saarländische Landtag mit den Stimmen der SPD- und der CDU-Fraktion einen Antrag, um geschlechtersensible Medizin und Forschung zu stärken, Endometriose zu entstigmatisieren, und die Versorgung von Betroffenen zu verbessern. Die SPD-Landesregierung verankert zudem die Stärkung der geschlechtersensiblen Gesundheitsversorgung als ein Handlungsfeld in der Gleichstellungsstrategie. Mehr Informationen gibt es in diesem Blogbeitrag.
- 2025, 4. März: Anhörung im Gesundheitsministerium zum Thema geschlechtersensible Medizin und Endometriose gemeinsam mit dem Zentrum für geschlechtsspezifische Biologie und Medizin (CGBM) der Universität des Saarlandes
- 2025, 17. Februar: Gespräch mit Landesverband Saarland von Bündnis 90/Die Grünen im Vorfeld zur Bundestagswahl über das Vorschlagspapier für eine Nationale Endometriose-Strategie
- 2024, 23.-25. November: 15. Endometriosekongress Deutschsprachiger Länder in Saarbrücken. Bei der Abschlussveranstaltung in Saarbrücken sprachen Maria Bambeck und Anja Moritz vor dem saarländischen Gesundheitsministerium, Ärzt*innen und Wissenschaftler*innen über unser politisches Engagement.
- 2024, 16. März: Politisches Frühstück zu Endometriose der SPD-Frauen Saar
- 2024, 27. Februar: Anhörung im Arbeitskreis Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit der SPD-Fraktion. Hier geht's zum Blogbeitrag über die Anhörung.
- 2023, 22. September: Informeller Austausch zu Endometriose mit Abgeordneten von SPD und CDU im Saarländischen Landtag
- 2025, Juni 25: Anhörung zum Thema „Endometrioseversorgung in Sachsen-Anhalt“ im Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landtags Sachsen-Anhalt. Die Anhörung erfolgte auf Initiative der Koalitionsfraktionen CDU, SPD und FDP. Hier geht’s zum Blogbeitrag über die Anhörung.
- 2025, 13. Februar: Anhörung zum Thema Frauengesundheit im Sozialausschuss des Landtags Schleswig-Holstein. Im November 2023 hatte die SPD-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag eine Große Anfrage zum Thema Frauengesundheit an die Landesregierung gestellt (Drucksache 20/1638). Neben vielen anderen frauengesundheitlichen Themen (z. B. Geburtshilfe, Kinderwunschbehandlung, Suchtkrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychische Gesundheit) beinhaltete diese Anfrage auch Fragen zu Endometriose. Im Mai 2024 legte die Landesregierung eine Antwort auf die Große Anfrage der SPD vor (Drucksache 20/2093). Um die Antwort der Landesregierung weiter zu beraten, fand am 13. Februar 2025 dann eine mündliche Anhörung statt. In dieser Anhörung hatten Expert*innen zum Thema Frauengesundheit die Möglichkeit, Stellung zu nehmen und Fragen der Abgeordneten des Ausschusses zu beantworten. Die Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. wurde hier durch Verena Fisch vertreten. Neben der Endometriose-Vereinigung waren noch 19 weitere Expert*innen (z. B. Ärzt*innen, Vertreter*innen von Krankenkassen und anderen zivilgesellschaftlichen Verbänden) als Anzuhörende eingeladen, sodass das Thema Frauengesundheit von vielen verschiedenen Standpunkten beleuchtet wurde. Im Mittelpunkt stand vor allem die Frage, wie die medizinische Versorgung in Schleswig-Holstein weiter verbessert und der Gender Health Gap verringert werden kann. Beim Punkt Endometriose ging es hier vor allem um die Erhaltung und den Ausbau von Fachzentren sowie die notwendige Aufklärung der breiten Öffentlichkeit und des medizinischen Fachpersonals. Hier geht’s zum Blogbeitrag über die Anhörung.
- 2023, 10. Juli: Die FDP hat einen Antrag zu Endometriose an die Landesregierung gestellt. Dieser wurde im Landtag diskutiert. Die SHGs aus Kiel, Schleswig-Flensburg und Lübeck und Umgebung haben dazu eine Pressemitteilung herausgegeben. Hier geht’s zum Blogbeitrag über die Debatte.
- 2023, 15. Juni: Antrag der Fraktionen von FDP, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, SPD und SSW zum Thema “Die Situation von Endometriose-Betroffenen verbessern” (Drucksache 20/1064(neu), 2. Fassung)
- 2022, 19. April: Antrag der Thüringer FDP zu einem Thüringer Aktionsplan Endometriose
Kommunalpolitisches Engagement für Endometriose
Damit Unterstützung wirksam ankommt, braucht es nicht nur Bundes- und Landespolitik, sondern auch die Kommunen: Sie sind die Ebene, auf der konkrete Lebensrealitäten gestaltet werden, etwa in Schulen, bei Arbeitgebenden, in der medizinischen Versorgung und im öffentlichen Raum. Auf kommunaler Ebene können laut Grundgesetz „alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung” geregelt werden.
Mit dem Positionspapier für die Kommunalpolitik legen wir erstmals einen umfassenden Maßnahmenkatalog für Städte, Gemeinden und Landkreise vor. Er zeigt auf, wie Kommunalpolitik Strukturen verändern und für bessere Lebensbedingungen von Betroffenen sorgen kann.
Die Empfehlungen sind in fünf zentrale Handlungsfelder gegliedert:
- Kommunalparlamente stärken – politische Verankerung durch Beschlüsse und Haushaltsmittel
- Kommunale Aufklärung gestalten – von Aktionstagen bis zu Informationsmaterialien
- Endometriose in Schulen sichtbar machen – Aufklärung, Prävention und Unterstützung im Schulalltag
- Regionale Versorgung verbessern – Lücken erfassen, Netzwerke und Beratungsangebote aufbauen
- Kommunen als Arbeitgebende – Vorreiterrolle durch gesundheitsorientierte Personalpolitik
Damit fügt sich das Kommunalpapier in die politische Strategie der Endometriose-Vereinigung ein: Während auf Bundesebene die Nationale Endometriose-Strategie angestoßen wurde und auf Landesebene konkrete Forderungen formuliert sind, rücken die Kommunen mit ihrer unmittelbaren Gestaltungsmacht besonders in den Fokus. Hier können schnell Maßnahmen umgesetzt und sichtbare Verbesserungen geschaffen werden.
Selbst aktiv werden in der Kommunalpolitik
In der Kommune sind Bürger*innen nah dran und kennen die Probleme vor Ort. In Bürger*innensprechstunden können Menschen kommunale Entscheidungsträger*innen persönlich kennenlernen und ihre Anliegen vorbringen. Also auch hier ist euer Einfluss als Betroffene, Selbsthilfe oder Endo-Ally nicht zu vernachlässigen.
Doch wie spricht man Politiker*innen am besten an? Welche konkreten Schritte können Bürger*innen in ihren Kommunen gehen, um das Thema Endometriose sichtbarer zu machen? Darüber haben wir in unserem Politiktraining zur Kommunalpolitik im September 2025 gesprochen. Die Aufzeichnung findet ihr auf unserem YouTube-Kanal.
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Zusätzlich laden wir Kommunalparlamente, Verwaltungen und kommunale Akteur*innen ein: Nutzen Sie die Handlungsempfehlungen, passen Sie sie an die Gegebenheiten Ihrer Kommune an und setzen Sie ein Zeichen für mehr Aufklärung, bessere Versorgung und echte Teilhabe von Endometriose-Betroffenen vor Ort.
Kontakt
Wir freuen uns über Fragen und Anregungen zu unserer Arbeit. Dein Feedback sowie konkrete Ideen zu unseren politischen Forderungspapieren kannst du gerne an Verena Fisch oder Eva Walle senden.
