Lesung zur Leipziger Buchmesse
Der Monat März, auch EndoMarch genannt, ist der Aufklärungsmonat für Endometriose. Der Begriff EndoMarch setzt sich zusammen aus dem Wort „Endo“ für Endometriose und „March“, dem englischen Wort für „Marschieren“ und „März“. Seit 2014 die erste EndoMarch-Kampagne in den USA stattfand, hat sich die Bewegung in über 60 Ländern und auch bis nach Deutschland ausgedehnt. Jedes Jahr im März, vor allem am 14. März, dem Internationalen Tag der Endometriose, gehen Endometriose-Betroffene, ihre Angehörigen und Unterstützer*innen, auf die Straßen, um auf die Erkrankung aufmerksam zu machen.
Zeichnung: Luise Eva Maria Oppelt
Der März ist nicht nur Awareness-Monat – er ist auch Buchmesse-Zeit. Rund um die Leipziger Buchmesse laden wir zu einer besonderen Lesung ein: Am 20. März um 19 Uhr liest die Übersetzerin Yasemin Dinçer aus der deutschen Fassung des Romans „Erdbeeren und Zigarettenqualm“ von Madeline Docherty. Veranstaltungsort ist die Leipziger Bibliothek MONAliesA. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.
Eine eindringliche Geschichte einer Endometriose-Betroffenen, die weibliche Perspektiven und körperliche Erfahrungen literarisch erfahrbar macht. Im Anschluss laden wir zu einem offenen Austausch ein. Die Lesung richtet sich besonders an Endometriose-Betroffene und an alle, die sich für starke Geschichten und gesellschaftliche Themen interessieren.
Warum Lesen bei Endometriose so wichtig ist
Endometriose ist mehr als eine medizinische Diagnose. Sie betrifft Körper, Psyche, Beziehungen, Beruf, Identität.
Wissen über diese Zusammenhänge stärkt. Wer informiert ist, kann Therapieoptionen besser einordnen. Wer versteht, was im eigenen Körper passiert, fühlt sich weniger ausgeliefert. Wer Worte für Unsichtbares findet, kann sich Gehör verschaffen. Literatur schafft darüber hinaus etwas, das medizinische Fachtexte allein nicht leisten können. Sie schenkt Identifikation, Resonanz und Gemeinschaft.
Ein Roman kann sagen: Du bist nicht allein.
Ein Fachbuch kann erklären: Das passiert in deinem Körper.
Ein Erfahrungsbericht kann zeigen: Es gibt Wege.
Genau deshalb bauen wir im März unser Literaturarchiv für frisch Diagnostizierte, Angehörige, Fachpersonen, politisch Engagierte und Interessierte weiter aus. Wir sammeln:
-
Medizinische Fachliteratur
-
Ratgeber für Betroffene
-
Erfahrungsberichte
-
Romane, Essays, Biografien
-
Texte, die berühren, stärken oder Perspektiven öffnen
Diese gemeinschaftlich entstehende Literaturliste mit Fachbüchern und begleitender Literatur wird im März fortlaufend auf der Seite Literaturtipps veröffentlicht.
Schreibe uns deine Buchempfehlung oder Rezension!
Du möchtest ein literarisches Werk empfehlen oder rezensieren? Dann schick uns deine Rezension oder deinen Buchtipp!
Mitmachen lohnt sich!
Auf unserem Instagram-Kanal verlosen wir im März drei Bücher – die Titel, die von unserer Community am häufigsten genannt und besonders empfohlen werden. Gemeinsam küren wir so unsere #readforendo-Top-3.
Schaut auf unserem Profil vorbei, macht bei der Aktion mit und sichert euch mit etwas Glück neuen Lesestoff.
Erzähle deine Endo-Geschichte
Wissen entsteht nicht nur in Studien, Leitlinien oder Fachbüchern.
Es entsteht jeden Tag – im Wartezimmer, im Gespräch mit Freund*innen, im Umgang mit Schmerzen, in Momenten der Erschöpfung und des Aufbruchs. Gerade im 30. Jubiläumsjahr der Vereinigung und im Zeichen von #readforendo möchten wir dieses Erfahrungswissen sichtbar machen. Denn persönliche Geschichten tragen dazu bei, dass andere sich verstanden fühlen, Zusammenhänge erkennen und neue Perspektiven gewinnen.
Vielleicht gab es einen Satz, der dir Mut gemacht hat oder ein Arztgespräch, das alles verändert hat.
Vielleicht ein Buch, in dem du dich zum ersten Mal wiedergefunden hast oder einen Moment, in dem du gespürt hast: Ich bin nicht allein. Wir laden dich herzlich ein, deine Geschichte mit uns zu teilen!
Über unser Formular kannst du:
-
deine Erfahrungen mit Endometriose beschreiben
-
Gedanken, Texte oder persönliche Impulse einreichen
-
anderen Betroffenen Mut machen
Ausgewählte Beiträge veröffentlichen wir im Rahmen von #readforendo auf unserer Website und unseren Kanälen – selbstverständlich auf Wunsch anonym. So entsteht aus vielen einzelnen Stimmen ein gemeinsames Archiv der Erfahrungen. Ein Ort, an dem Wissen nicht nur vermittelt, sondern gelebt wird.
Neu: Das Endometriose-Glossar
Im Rahmen von #readforendo erweitern wir unsere Webseite um ein stetig wachsendes Endometriose-Glossar. Denn wir wissen aus 30 Jahren Selbsthilfearbeit: Medizinische Fachbegriffe können verunsichern – besonders dann, wenn sie in einem Arztgespräch fallen, im Befund stehen oder im Internet recherchiert werden.
Unser Glossar bündelt deshalb die medizinisch wichtigsten Fachbegriffe rund um Endometriose übersichtlich auf einer Seite und wird im März wöchentlich ergänzt. So müssen Begriffe nicht einzeln an verschiedenen Stellen recherchiert werden, sondern können schnell und verständlich nachgeschlagen werden.
Wer gerade erst mit der Diagnose konfrontiert ist, stößt schnell auf Begriffe wie Adenomyose, Laparoskopie oder Dysmenorrhoe. Andere lesen von Endometriose-Herden, vom Douglas-Raum oder von verschiedenen Formen der Hormontherapie – und bleiben mit Fragezeichen zurück. Genau hier setzen wir an.
Unser Glossar erklärt zentrale medizinische Begriffe verständlich, präzise und alltagsnah. Es soll Orientierung geben, Sicherheit vermitteln und dabei helfen, Gespräche mit Ärztinnen und Ärzten besser einordnen zu können. Gleichzeitig richtet es sich auch an Angehörige, Interessierte und Fachpersonen, die komplexe Inhalte kompakt und klar nachlesen möchten. Das Glossar wächst kontinuierlich – so wie auch unser gemeinsames Wissen wächst.
Die Inhalte stammen aus unserem über viele Jahre aufgebauten Wissensarchiv der Selbsthilfe. Es ermöglicht einen ersten verständlichen Zugang zu zentralen Begriffen, erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird fortlaufend ergänzt und weiterentwickelt.
Sollten Ihnen Fehler auffallen oder möchten Sie eine Ergänzung anregen, freuen wir uns über eine kurze Rückmeldung per E-Mail an: m.bretnuetz@endometriose-vereinigung.de.
Sichtbar werden im EndoMarch – mit Produkten aus unserem Shop
Der März ist EndoMarch – der internationale Monat der Aufmerksamkeit für Endometriose. Eine einfache Möglichkeit, in dieser Zeit ein Zeichen zu setzen: Trage das Thema nach außen.
In unserem Spreadshirt-Shop findest du verschiedene Produkte rund um Endometriose-Awareness – von Shirts über Hoodies bis zu Taschen. Mit jedem sichtbaren Statement im Alltag hilfst du dabei, Gespräche anzustoßen, Fragen zu provozieren und Endometriose aus der Unsichtbarkeit zu holen.
Mit jedem gekauften Artikel erhalten wir anteilig einen Betrag, der direkt in unsere Aufklärungsarbeit fließt. Als gemeinnütziger Verein sind wir auf Spenden- und Fördergelder angewiesen, um unsere Informationsangebote, Projekte und Unterstützungsstrukturen langfristig aufrechtzuerhalten.

EndoMarch unterstützen
Mitglied werden, spenden oder unsere Kampagnen teilen
Der EndoMarch steht für Sichtbarkeit, Solidarität und gemeinsames Engagement. Wenn du unsere Arbeit darüber hinaus unterstützen möchtest, gibt es zwei besonders wirkungsvolle Wege:
Werde Mitglied.
Als Mitglied stärkst du unsere unabhängige Selbsthilfearbeit nachhaltig und langfristig. Du trägst dazu bei, dass Wissen zugänglich bleibt, Austausch möglich ist und die Stimme von Betroffenen in Politik und Gesellschaft gehört wird.
Oder unterstütze uns mit einer Spende.
Jeder Beitrag hilft – ob einmalig oder regelmäßig. Deine Spende fließt direkt in Aufklärung, Beratung, Projekte wie #readforendo und die Weiterentwicklung unserer Informationsangebote.
Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Endometriose im März – und weit darüber hinaus – sichtbar bleibt.
Besondere Spendenaktionen bei betterplace.org im EndoMarch
Im Rahmen des EndoMarch laufen mehrere Spendenkampagnen auf betterplace, mit denen wir wichtige Projekte unserer Arbeit unterstützen möchten. Gemeinsam sammeln wir Spenden, um Betroffene konkret zu stärken – durch Beratung, praktische Unterstützung im Alltag und bessere Aufklärung über Endometriose.
Aktuell kannst du drei Projekte unterstützen:
-
Endometriose-Beratung erweitern – gemeinsam gegen lange Wartezeiten
Damit mehr Betroffene schneller Zugang zu unserer Beratung erhalten und Wartezeiten verkürzt werden können. -
Endometriose-Behandlungspass – Unterstützung für Endometriose-Betroffene
Ein praktisches Hilfsmittel, das Betroffenen hilft, wichtige medizinische Informationen übersichtlich zu dokumentieren und Arztgespräche besser vorzubereiten. -
Jung und Endo – Aufklärung über Endometriose für Schülerinnen und Schüler
Ein Projekt zur frühen Aufklärung über Endometriose, damit junge Menschen Symptome schneller erkennen und Unterstützung finden können.
Du kannst die Kampagnen unterstützen, indem du spendest oder sie in deinem Umfeld teilst. Jeder Beitrag hilft, unsere Arbeit für Betroffene weiter auszubauen.
