Du bist von Endometriose betroffen und aktuell oder in der Vergangenheit in Kinderwunschbehandlung? Unterstütze und bei unserer anonymen Umfrage zu Erfahrungen mit Endometriose und Kinderwunsch. Mehr Informationen findest du am Ende dieses Beitrags.
Es ist so weit, wir möchten den Endometriose-Behandlungspass kurz EndoPass vorstellen – ein wichtiges Instrument, das Betroffene in ihrer Behandlung und auf ihrem Weg mit der Erkrankung unterstützt. Ziel ist es, die individuelle Krankheitsgeschichte übersichtlich festzuhalten und eine kontinuierliche Begleitung über verschiedene Behandlungsstationen hinweg zu ermöglichen.
Premiere hatte der Pass auf dem 16. Endometriosekongress deutschsprachiger Länder in Freiburg.

Was ist der Behandlungspass?
Der Behandlungspass bietet Raum, um Symptome, Diagnosen und Therapien strukturiert zu dokumentieren. Er hilft dabei, den Überblick zu behalten – gerade dann, wenn mehrere Ärztinnen und Ärzte, Kliniken, Fachrichtungen und therapeutische Personen beteiligt sind.
Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Kommunikation zwischen Betroffenen und medizinischen Personal. Mit dem Pass können wichtige Informationen strukturiert weitergegeben werden, was Gespräche nachvollziehbar und zielführend macht.
Warum ist der Behandlungspass so wichtig?
Viele Betroffene erleben, dass sie immer wieder von Neuem ihre Krankengeschichte erzählen müssen. Untersuchungen, Operationen oder Medikamente gehen dabei oft verloren oder werden nicht vollständig erfasst. Der Behandlungspass schließt diese Lücke. Er unterstützt dabei, die eigene Behandlung aktiv mitzugestalten und bietet eine wertvolle Grundlage für Gespräche im medizinischen Umfeld und stärkt somit die Selbstbestimmung von Betroffenen.
Der Behandlungspass bietet
- Platz zur Erfassung medizinischer Daten: Diagnosen, Operationen, Medikamente, Therapien
- Raum zur Reflexion: persönliche Notizen, Selbstwahrnehmung, Behandlungsziele
- Unterstützung der Kommunikation: schnelle Informationsweitergabe zwischen Ärzt*innen und Therapieteams
- Übersichtlichkeit über längere Zeiträume hinweg – insbesondere bei multidisziplinärer Behandlung
Gemeinsam entwickelt, für die Praxis gemacht
Der EndoPass wurde mit fachlicher Unterstützung von Prof. Dr. med. Sylvia Mechsner und Lena Hofmann vom Endometriose Zentrum der Charité – Universitätsmedizin Berlin, entwickelt. Die DAK-Gesundheit förderte das Projekt im Rahmen der Selbsthilfeförderung. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.
Wir freuen uns darauf, den Pass gemeinsam mit Betroffenen, medizinischen Einrichtungen, und Beratungsstellen im Rahmen der Behandlung zu etablieren und so einen Beitrag zu einer transparenteren und besser koordinierten Versorgung zu leisten. Unser Ziel: eine Versorgung, die nachvollziehbar, vernetzt und auf Augenhöhe stattfindet.
Der Behandlungspass ab sofort erhältlich
Der Endometriose-Behandlungspass steht ab sofort kostenfrei zur Bestellung auf unserer Website zur Verfügung und richtet sich an
- Betroffene
- Gynäkologische Praxen
- Kliniken & Endometriosezentren
- Beratungsstellen
- Therapeut*innen und andere Behandelnde
