Austausch in Berlin: Endometriose-Vereinigung im Gespräch mit Gesundheitsministerin und irischer Delegation

Du bist von Endometriose betroffen und aktuell oder in der Vergangenheit in Kinderwunschbehandlung? Unterstütze und bei unserer anonymen Umfrage zu Erfahrungen mit Endometriose und Kinderwunsch. Mehr Informationen findest du am Ende dieses Beitrags.

Berlin, 19.03.2026

Gestern folgten unsere Vorstandsvorsitzende Eva Walle sowie unsere Patient*innenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), Natascha Lowitzki, der Einladung von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken nach Berlin. Vor Ort fand ein intensiver Austausch mit der Ministerin, ihrer irischen Amtskollegin Dr. Jennifer Carroll MacNeill TD, sowie Prof. Sylvia Mechsner, Leiterin des Endometriosezentrums der Charité, statt.

Foto Treffen Gesundheitsministerium in Charitè_© BMG/Heinl
v.l.n.r.: Nina Warken, Dr. Jennifer Carroll MacNeill TD, Prof. Sylvia Mechsner
© BMG/Heinl

Im Zentrum des Gesprächs standen der aktuelle Stand der Endometriose-Forschung sowie konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung von Patient*innen. Irland spielt hierbei eine bedeutende Rolle – sowohl auf EU-Ebene als auch in der bilateralen Zusammenarbeit – und übernimmt in der zweiten Jahreshälfte die EU‑Ratspräsidentschaft.

Ein besonderer Fokus lag auf unseren Positionspapieren für eine Nationale und eine Europäische Endometriose-Strategie, die bei beiden Ministerinnen großes Interesse auslösten und umfangreiche Nachfragen nach sich zogen. Darüber hinaus diskutierten wir weitere konkrete Versorgungsverbesserungen und brachten unseren Vorschlag ein, eine ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) für Endometriose über den G‑BA zu implementieren.

Foto Treffen Gesundheitsministerium_© BMG/Heinl
© BMG/Heinl

In den kommenden Monaten werden weitere vertiefende Gespräche zu den Themen geschlechtersensible Medizin und Frauengesundheit folgen. Wir wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt – doch die ersten wichtigen Schritte sind getan.

Nach fünf Jahren kontinuierlicher politischer Arbeit hat sich die Endometriose‑Vereinigung Deutschland als größte Interessenvertretung von und für Endometriose-Betroffene etabliert. Bereits mehrere Bundesländer – darunter das Saarland – haben entsprechende Beschlüsse gefasst, und 2025 fand Endometriose erstmals im Bundeskoalitionsvertrag Erwähnung.

Ganz besonders freuen wir uns über die Einladung der irischen Gesundheitsministerin Dr. Jennifer Carroll MacNeill TD, unsere Arbeit in Irland als Best-Practice-Modell vorzustellen.