Unser Besuch beim Kämpferherzentreffen

Du bist von Endometriose betroffen und aktuell oder in der Vergangenheit in Kinderwunschbehandlung? Unterstütze und bei unserer anonymen Umfrage zu Erfahrungen mit Endometriose und Kinderwunsch. Mehr Informationen findest du am Ende dieses Beitrags.

Ein Gastbeitrag von unseren Ehrenamtlichen Sonja und Amelie.

Sonja und Amelie beim Kämpferherzentreffen 2025
Amelie und Sonja beim Kämpferherzentreffen 2025

Am 26.07.2025 ging es für Amelie und mich nach Kassel zum Kämpferherzentreffen 2025. Letztes Jahr durften wir bereits als Besucher teilnehmen. Dieses Jahr haben wir mit einem Stand die Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. vertreten.

Bereits am Freitag konnte man die ganz besondere Atmosphäre und Vorfreude des Treffens aufnehmen, obwohl wir nur kurz unsere Eintrittsbändchen abgeholt und die Kisten an unserem Stand abgeladen haben.

Das frühe Chamäleon fängt…egal. Wir waren früh da und haben voller Erwartungen an den Tag unseren Stand für die Besucher*innen aufgebaut. Unplanmäßige Bedarfe wurden sehr routiniert von dem Mann mit dem Tablet (Björn) gemeistert. Danke dafür und auch an die übrigen flinken Helfer.

Doch was hat die Besucher*innen erwartet? Spannende Vorträge mit Ärzt*innen, Expert*innen und Betroffenen, ein reger Austausch von Betroffenen, ein Wiedersehen und ein Neukennenlernen. Die einzelnen Stände luden ein, Hilfsmittel auszuprobieren oder zu begutachten. Fachwissen, Tipps und Tricks rund um das Leben mit Behinderung und / oder chronische Erkrankungen und den Umgang damit zu erfragen oder kennen zu lernen.  

Gelungen fanden wir wieder die „Ich habe was, was Du nicht siehst“-Punkte, denn nicht nur uns Endometriose-Betroffenen sieht man die Krankheit nicht an. Man konnte auf seinem Namensschild (wenn man es denn wollte) farbige Punkte und sogar Regenbögen oder Zebras kleben, um einander zu erkennen. Obwohl unsere Farbe ja nun Dank der Awareness-Schleife gelb ist, durfte Endometriose hier rosa sein. Das verwirrte mich nach all der Zeit ein wenig, aber da gelb für Migräne stand, kam dieser Punkt bei uns einfach noch dazu (und noch ein paar andere…ein kleiner Regenbogen der Betroffenen).

Der Stand wurde gut angenommen, sodass Amelie und ich durchgängig im Gespräch waren und eine Menge Flyer verteilt haben. Aber auch andere Firmen und Selbsthilfegruppen kamen auf uns zu. Es wurden Visitenkarten ausgetauscht, da es viele Gemeinsamkeiten gibt. Wir sind gespannt auf Rückmeldungen zu diesem Wochenende.

Es zeigte sich aber auch, dass egal welche Erkrankung oder Behinderung die anderen Betroffenen hatten, wir doch alle mit den gleichen oder ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Wir alle brauchen mehr Aufklärung, mehr Forschung und eine bessere Versorgung. Was können wir tun? Gemeinsam daran arbeiten und uns füreinander stark machen. Seid Kämpferherzen!