Tag der Frauengesundheit in Bremen: Endometriose sichtbar machen 

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Gastbeitrag von Laura Ledamun

Anlässlich des Tags der Frauengesundheit am 28. Mai 2026 veranstaltete das Theater Bremen einen Themenabend rund um Endometriose. Ziel der Veranstaltung war es, auf die Erkrankung aufmerksam zu machen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und den Austausch zwischen Betroffenen, Fachpersonen und Interessierten zu fördern. 

Für die Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. war unsere stellvertretende Vorstandsvorsitzende Laura Ledamun vor Ort und vertrat den Verein mit einem Informationsstand. Besucher*innen hatten dort die Möglichkeit, sich über Endometriose, die Angebote der EVD sowie Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren. 

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion kamen verschiedene Perspektiven auf das Thema zusammen. Dr. Kirsten Kappert-Gonther, Mitglied des Deutschen Bundestages, sprach über gesundheitspolitische Herausforderungen und notwendige Verbesserungen in der Versorgung. Dr. Lotta Zech aus der Frauenklinik des Krankenhaus St. Joseph-Stift Bremen brachte die medizinische Perspektive ein. Besonders eindrücklich waren die persönlichen Erfahrungen von Larissa Dubiel, die von ihrem Weg zur Diagnose und den Herausforderungen im Umgang mit der Erkrankung berichtete. 

Dabei wurde deutlich, dass viele Betroffene nicht nur lange auf eine Diagnose warten, sondern sich auch danach häufig mit ihren Fragen und Sorgen allein gelassen fühlen. Umso wichtiger sind niedrigschwellige Unterstützungsangebote, verlässliche Informationen und psychosoziale Beratung. Die Endometriose-Vereinigung Deutschland begleitet Betroffene mit vielfältigen Informations- und Beratungsangeboten und bietet Unterstützung bei den Herausforderungen, die mit der Erkrankung einhergehen. 

Das große Interesse am Informationsstand und die zahlreichen Gespräche nach der Veranstaltung machten deutlich, wie hoch der Bedarf an Austausch und Aufklärung weiterhin ist. Viele Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, persönliche Erfahrungen zu teilen und sich über Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren. 

Auch die Endometriose-Selbsthilfegruppe Bremen war vor Ort vertreten und stellte ihre Arbeit vor. Selbsthilfegruppen leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie Betroffenen einen geschützten Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und Vernetzung bieten. 

Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig Sichtbarkeit für Endometriose und Frauengesundheit insgesamt ist. Endometriose betrifft Millionen Menschen und wird dennoch häufig spät erkannt und in ihren Auswirkungen unterschätzt. Veranstaltungen wie diese tragen dazu bei, Aufmerksamkeit zu schaffen, Wissen zu vermitteln und Betroffenen eine Stimme zu geben. 

Die Endometriose-Vereinigung Deutschland bedankt sich beim Theater Bremen für die Einladung und die gelungene Veranstaltung.