PCOS wird zu PMOS: Namensänderung auch für Endometriose-Betroffene interessant

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Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine der häufigsten hormonellen Störungen und betrifft schätzungsweise 5 – 10 % der Frauen, sowie Menschen, die sich nicht als Mädchen oder Frau fühlen, aber mit einem weiblichen Chromosomensatz (46 XX) geboren wurden, im gebärfähigen Alter.
Nun soll das Krankheitsbild künftig unter einem neuen Namen geführt werden: PMOS – Polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom. Ziel der Umbenennung ist es, die Erkrankung medizinisch präziser zu beschreiben und Missverständnisse zu vermeiden. Warum das wichtig ist ist und welche Bedeutung diese Entwicklung für Menschen mit Endometriose hat, erläutern wir in diesem Beitrag.

Ein Name, der die Erkrankung besser beschreibt

Der bisherige Begriff „Polyzystisches Ovarialsyndrom“ führte häufig zu Fehlannahmen. Viele Betroffene haben beispielsweise keine klassischen „Zysten“ an den Eierstöcken. Gleichzeitig beschreibt der Name nur einen Teil der Erkrankung.
Mit der neuen Bezeichnung Polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS) soll deutlicher werden, dass es sich nicht ausschließlich um eine Erkrankung der Eierstöcke handelt, sondern um ein komplexes Krankheitsbild, das verschiedene hormonelle und stoffwechselbezogene Prozesse im gesamten Körper beeinflussen kann.

Endometriose und PMOS

Endometriose und PMOS, ehemals PCOS, sind eigenständige Krankheitsbilder mit unterschiedlichen Ursachen, Diagnosewegen und Behandlungsmöglichkeiten. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten: Beide sind chronische Erkrankungen, die vom Hormonhaushalt beeinflusst werden und mit Veränderungen der Reproduktionsfunktion einhergehen können. Sie beginnen häufig bereits in jungen Jahren, können langfristige Beschwerden verursachen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen

Wichtig ist deshalb eine sorgfältige medizinische Abklärung: Insbesondere dann, wenn Beschwerden nicht eindeutig zuzuordnen sind oder mehrere Symptome gleichzeitig auftreten.

Überschneidungen sind möglich

Einige Betroffene leben sowohl mit Endometriose als auch mit PMOS, ehemals PCOS. Die Umbenennung kann dazu beitragen, diese Überschneidungen sichtbarer zu machen, da der neue Begriff stärker betont, dass es sich um eine komplexe, systemische Erkrankung handelt. Gleichzeitig bleibt wichtig, dass nicht jede Person mit Endometriose auch von PMOS bertoffen ist und umgekehrt. Beide Erkrankungen sollten individuell betrachtet und diagnostiziert werden.

Warum ist die richtige Bezeichnung wichtig?

Die Art, wie Erkrankungen benannt und beschrieben werden, beeinflusst auch, wie diese wahrgenommen werden. Missverständliche Begriffe können dazu führen, dass Symptome fehlinterpretiert oder Erkrankungen nicht rechtzeitig erkannt werden. Eine präzisere Bezeichnung kann außerdem dazu beitragen, Erkrankungen früher zu erkennen. Fachgesellschaften weisen darauf hin, dass bislang ein erheblicher Teil der Betroffenen nicht diagnostiziert wird. Verständlichere und medizinisch treffendere Begriffe können dazu beitragen, Aufmerksamkeit für die Erkrankung zu schaffen und Diagnosewege langfristig zu verbessern. Davon können letztlich viele Betroffene profitieren.

Mehr Informationen zu Endometriose und PMOS (PCOS)

Wer mehr über typische Symptome, mögliche Zusammenhänge und Unterschiede zwischen Endometriose und PMOS, ehemals PCOS erfahren möchte, findet auf unserer Webseite weiterführende Informationen aus unserem Expertinnengespräch mit Dr. Luisa Skupin:

Endometriose und PMOS (PCOS)

Symbolbild_Entspannung im Urlaub

Sommerpause

Das Team der Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V. macht vom 13. - 24. Juli 2026 eine kleine Pause und wünscht angenehme Sommertage!

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