Am 5. und 6. September 2026 lädt das Kultur- und Aufklärungsprojekt „Womanhood – die Sichtbarkeit des Unsichtbaren“ nach Aachen ein. Zwei Tage lang stehen Themen im Mittelpunkt, die gesellschaftlich und gesundheitspolitisch häufig noch zu wenig sichtbar sind: Weiblichkeit, Endometriose und Frauengesundheit ebenso wie geschlechtsspezifische Gewalt, sexuelle Selbstbestimmung und Empowerment.
Initiiert wurde das Projekt von vier Aachener Künstlerinnen gemeinsam mit der Aidshilfe Aachen e. V. Kunst wird dabei zum Ausgangspunkt für Information, Begegnung und Austausch. Eine Ausstellung wird durch Workshops und Fachvorträge ergänzt und schafft einen offenen und wertschätzenden Raum für Betroffene und Interessierte.
Auch Endometriose ist ein Schwerpunkt der Veranstaltung. Die Mit-Initiatorin Greta Minderjahn beschäftigt sich als Künstlerin und Kunsttherapeutin sowohl aus persönlicher als auch beruflicher Perspektive mit der Erkrankung und der Frage, wie oftmals unsichtbare Erfahrungen sichtbar gemacht werden können. Das Projekt greift dabei auch strukturelle Fragen rund um Frauengesundheit und die nach wie vor bestehenden Wissens und Versorgungslücken auf.
Das begleitende Vortragsprogramm beleuchtet unterschiedliche Facetten von Frauengesundheit und Selbstbestimmung. Eva Schrödl spricht über weibliche Lust und Sexualität, Kathrin Reitz widmet sich unter dem Titel „Psychosomatik für Frauen – Symptome verstehen, anstatt sie zu bekämpfen“ dem Zusammenspiel von Körper und Psyche. Natalie und Nora vom Projekt Liane der WABe e. V. stellen ihre Arbeit mit Sexarbeiter*innen und entsprechende Unterstützungsangebote vor. Die Aidshilfe Aachen bringt zudem ihre Expertise zu sexueller Gesundheit und Antidiskriminierung ein.
„Womanhood“ ist als nicht kommerzielles Projekt konzipiert und wird durch ehrenamtliches Engagement, Spenden und regionale Unterstützung ermöglicht. Überschüsse sowie ein Teil der Einnahmen aus Kunstverkäufen werden an ausgewählte gemeinnützige Organisationen gespendet. Auch die Endometriose Vereinigung Deutschland wird im Rahmen der Veranstaltung mit einer Spende unterstützt.
Die Veranstaltung möchte Kunst, Aufklärung und gesellschaftlichen Austausch miteinander verbinden und einen Raum schaffen, in dem unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar werden und Menschen miteinander ins Gespräch kommen können.
Eine Anmeldungist nicht erforderlich.
