Was ist das Reizdarmsyndrom?
Viele Menschen mit Endometriose kennen das: wiederkehrende Bauchschmerzen, Blähungen oder Verdauungsbeschwerden, oft über Monate oder Jahre hinweg. Nicht immer lassen sich diese Symptome allein durch Endometriose erklären. In manchen Fällen kommt eine weitere Diagnose ins Spiel: das Reizdarmsyndrom (RDS).
RDS (auch „Irritable Bowel Syndrome“, IBS) bezeichnet chronische Verdauungsbeschwerden, für die keine nachweisbare organische Ursache gefunden wird. Typische Beschwerden sind:
- Bauchschmerzen
- Blähungen
- ein veränderter Stuhlgang (Durchfall, Verstopfung oder beides im Wechsel)
- Gefühl von unvollständiger Entleerung oder häufiger Stuhldrang
Die Diagnose setzt voraus, dass die Symptome länger als 3 Monate bestehen.
Mögliche Ursachen
Dr. Rath erklärt, dass beim Reizdarmsyndrom viele versteckte Prozesse im Darm beteiligt sein können, etwa:
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Veränderungen in der Schmerzwahrnehmung der Nervenzellen, die sich jedoch nicht in der Standarddiagnostik erkennen lassen.
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Störungen der Verdauungstransitzeit: Wenn die Nahrung zu schnell oder zu langsam durch den Verdauungstrakt wandert, kann das zu Symptomen führen.
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Ein verändertes Mikrobiom im Dickdarm, z. B. durch schlecht verdaute Nahrungsbestandteile, die vermehrt Gase verursachen.
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Auch kleine Veränderungen in der Darmbarriere oder -schleimhaut können Beschwerden auslösen, bleiben aber in der klassischen Bildgebung oder Histologie oft unsichtbar.
- psychosoziale Faktoren wie Stress oder Trauma
Endometriose und Reizdarmsyndrom
Viele Menschen mit Endometriose erleben rund um die Menstruation verstärkte Magen-Darm-Beschwerden. Aus klinischer Sicht gibt es zahlreiche Überschneidungen: Symptome wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Stuhlveränderungen kommen bei beiden Erkrankungen vor. Viele Betroffene berichten, dass sie lange zwischen verschiedenen Fachärzt*innen pendeln, bis sie beide Diagnosen erhalten. Dr. Rath weist darauf hin, dass es häufig mehrere Faktoren gleichzeitig gibt und es wichtig ist, sie nicht gegeneinander auszuspielen.
Ein möglicher Grund liegt im engen Zusammenspiel zwischen Hormonen, Mikrobiom, Darmfunktion und der sogenannten Peristaltik, also den Muskelbewegungen, die unsere Verdauung steuern. Dr. Eva Rath beschreibt, wie eng diese Prozesse miteinander verflochten sind:
Einfluss des Zyklus auf die Verdauung
Der weibliche Zyklus wird maßgeblich von den Hormonen Östrogen und Progesteron beeinflusst. Diese Hormone wirken nicht nur auf die Gebärmutter, sondern auch auf die glatte Muskulatur im Darm – und damit auf dessen Beweglichkeit.
In der ersten Zyklushälfte (Östrogendominanz) kann es zu verstärkter Muskelaktivität kommen, was die Verdauung beschleunigt. In der zweiten Zyklushälfte wirkt Progesteron beruhigend auf die Muskulatur – häufig verlangsamt sich der Stuhltransport. Der plötzliche Abfall des Progesteronspiegels kurz vor der Menstruation kann den Darm zusätzlich reizen und Beschwerden wie Blähungen oder Durchfall auslösen.
Neben den hormonellen Effekten spielt auch die räumliche Nähe von Gebärmutter und Darm eine Rolle:
Krämpfe der Gebärmutter (z. B. bei Endometriose) können durch die anatomische Nähe benachbarte Organe direkt beeinflussen, insbesondere den Dickdarm. Auch äußere Bewegungen wie Sport oder Druck auf den Unterbauch können über diese Verbindungen Beschwerden auslösen oder verstärken.
Das Mikrobiom als stiller Mitspieler
Die Bakteriengemeinschaft im Darm, das sogenannte Mikrobiom, reagiert sensibel auf:
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Hormonelle Veränderungen im Zyklus
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Veränderte Verdauungsgeschwindigkeit (z. B. durch Progesteron)
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Ernährung, Stress und Medikamente
Ein gestörtes Mikrobiom – z. B. durch unausgewogene Ernährung oder wiederholte Antibiotikagaben – kann wiederum Beschwerden wie Blähungen, Schmerzen oder Unverträglichkeiten begünstigen.
Dr. Rath betont: Beschwerden im Verdauungstrakt lassen sich oft nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Vielmehr spielen hormonelle, strukturelle und mikrobielle Faktoren – insbesondere bei Menschen mit Endometriose - zusammen. Diese komplexen Wechselwirkungen machen die Abgrenzung und Behandlung oft schwierig, aber auch umso wichtiger.
Wichtig ist: Nur durch eine sorgfältige und interdisziplinäre Abklärung kann zwischen einem funktionellen Reizdarmsyndrom und anderen Erkrankungen unterschieden werden. Bei Endometriose-Betroffenen ist es besonders bedeutsam, gastrointestinale Symptome nicht vorschnell dem Reizdarmsyndrom zuzuordnen, denn auch Endometriose-Herde im Darm oder an der Blase können ähnliche Beschwerden verursachen.
Weitere Informationen zum Reizdarmsyndrom und Endometriose gibt es im Video zum Fachgespräch mit Dr. Eva Rath.
Exkurs: Forschung zu Reizdarm, Mikrobiom und Zyklus
Das Reizdarmsyndrom gilt als komplexes, individuell sehr verschieden ausgeprägtes Beschwerdebild – mit lückenhafter wissenschaftlicher Grundlage. Doch die Forschung schreitet voran. Neue Technologien, ein stärkerer Fokus auf Gendermedizin und innovative Modelle eröffnen heute ganz neue Möglichkeiten.
Lange wurde in der medizinischen Grundlagenforschung vor allem mit männlichen Versuchstieren oder Zelllinien gearbeitet, aus Sorge vor hormonellen Schwankungen bei weiblichen Modellen. Aktuell wird die Gendermedizin zunehmend ernster genommen und Zykluseinflüsse auf Darmprozesse nun vermehrt in Studien einbezogen.
Für einzelne Aspekte des Reizdarmsyndroms gibt es mittlerweile gut erforschte Modelle:
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Veränderte Nervenzellaktivität (z. B. erhöhte Schmerzempfindlichkeit)
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Gestörte Transitzeit im Magen-Darm-Trakt (z. B. zu langsame oder zu schnelle Darmpassage)
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Veränderte Schleimhaut- oder Immunzellfunktionen
Aber: Ein umfassendes Modell, das alle Reizdarm-Facetten integriert, fehlt bislang. Denn Reizdarmsyndrom ist kein einheitliches Krankheitsbild, sondern ein Syndrom mit vielen möglichen Ursachen – jede*r Betroffene bringt eine individuelle Konstellation mit.
Ein großer Fortschritt sind sogenannte Organoide: Das sind zellbasierte Mini-Organe aus menschlichem Gewebe, mit denen sich spezifische Krankheitsprozesse individuell untersuchen lassen, etwa für Darm, Endometrium oder Gehirn. Diese Modelle ermöglichen erstmals personalisierte Ansätze in der Forschung, z. B. die Analyse von individuellen Zellkulturen von Patient*innen, das Erforschen der Gewebeprozesse unter Hormoneinfluss und die Simulation von Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Organsystemen.
Noch einen Schritt weiter gehen sogenannte „Organs-on-a-Chip“: Dabei werden z. B. Leber-, Nieren- und Darmzellen in einem Flüssigkeitskreislauf vernetzt, um systemische Prozesse und Reaktionen im Körper nachzubilden. Solche Modelle könnten helfen, komplexe Erkrankungen wie das Reizdarmsyndrom besser zu verstehen, bei denen viele Faktoren zusammenwirken.
Auch das Mikrobiom bleibt ein zentrales Thema. Anstatt nur zu untersuchen, welche Bakterien im Darm vorkommen, fragt die moderne Forschung zunehmend, welche Funktionen das individuelle Mikrobiom erfüllt. Denn viele Bakterien können ähnliche Aufgaben übernehmen, etwa bei der Nährstoffverwertung, der Immunmodulation oder der Hormonregulation. Entscheidend ist also nicht nur die Besiedlung, sondern die Stoffwechselleistung des Mikrobioms.
Fazit
Damit komplexe Erkrankungen wie das Reizdarmsyndrom oder Endometriose besser verstanden und behandelt werden können, braucht es mehr Fördermittel, mehr Aufmerksamkeit, bessere Modelle und interdisziplinäre Forschung mit Blick auf die Zusammenhänge zwischen Organen, Hormonen, Immun- und Nervensystem.
Am wichtigsten ist aber der Dialog zwischen Forschenden und Betroffenen. Dr. Rath betont die Wichtigkeit einer besseren Wissenschaftskommunikation, nicht nur innerhalb der Forschung:
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Gut informierte Patient*innen können fundiertere Entscheidungen treffen.
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Wissenschaft braucht Feedback aus der Praxis, um relevante Fragestellungen zu entwickeln.
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Der Zugang zu verlässlichen Informationsquellen ist entscheidend, etwa über verständliche Übersichtsartikel, Online-Vorträge oder Austauschformate
Die Endometriose-Vereinigung Deutschland engagiert sich daher aktiv als Patient*innenvertretung in verschiedenen Forschungsprojekten. Weitere Informationen zur Endometriose-Forschung finden sich hier.
Wie wird das Reizdarmsyndrom diagnostiziert?
Das Reizdarmsyndrom ist eine sogenannte Ausschlussdiagnose. Das bedeutet: Bevor die Diagnose gestellt werden kann, müssen andere Ursachen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie oder Karzinome sicher ausgeschlossen werden. Gerade bei Menschen mit Endometriose, die oft über Bauch- und Darmbeschwerden berichten, ist eine differenzierte Abklärung entscheidend. Selbst bei milderem Leidensdruck ist eine ärztliche Abklärung ratsam, insbesondere, wenn Beschwerden über längere Zeit bestehen oder sich verändern.
Mögliche Differenzialdiagnosen, die ausgeschlossen werden müssen:
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chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
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Zöliakie (Glutenunverträglichkeit)
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Laktose- oder Fruktoseintoleranz
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Eierstockzysten oder -tumore
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Darmkrebs (insbesondere bei familiärer Vorbelastung oder ab dem mittleren Lebensalter)
Wer ist zuständig?
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Hausärzt*innen: Erste Ansprechpartner*innen zur Abklärung und zur Überweisung an Fachstellen
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Gastroenterolog*innen: Wichtig zur Diagnosesicherung und zum Ausschluss schwerwiegender Erkrankungen
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Ernährungsmediziner*innen oder Diätassistent*innen: Spezialisierte Beratung bei Reizdarm, Unverträglichkeiten oder Begleiterkrankungen wie Endometriose
Erste Schritte bei Beschwerden
Empfohlene Vorgehensweise bei chronischen Bauch- oder Darmbeschwerden:
Basisuntersuchung durch Hausärzt*innen:
- Entzündungsmarker im Blut (z. B. CRP, Calprotectin)
- Stuhluntersuchung (z. B. auf okkultes Blut)
Zuweisung zu Fachärzt*innen je nach Verdacht:
- Gastroenterologie für Darmdiagnostik (z. B. für Darmspiegelung, Laktose-/Fruktosetests)
- Gynäkologie (v. a. bei zyklusabhängigen Beschwerden oder Verdacht auf Endometriose)
Nicht abwarten bei Unsicherheit – auch milde, aber anhaltende Beschwerden können Hinweis auf behandlungsbedürftige Erkrankungen sein.
Therapie des Reizdarmsyndroms
Reizdarmsymptome können den Alltag für Betroffene stark einschränken. Besonders im Zusammenhang mit Endometriose verstärken sich Beschwerden wie Blähungen, Durchfall oder Druckgefühl häufig. Obwohl es keine kausale Therapie gibt, zeigen sich in der Praxis viele Möglichkeiten, die Lebensqualität zu verbessern. Entscheidend ist dabei, dass gut informierte Betroffene, die aktiv mitarbeiten, oft viel erreichen können.
Ernährungstherapie
Eine der naheliegendsten Stellschrauben ist die Ernährung. Viele Betroffene berichten von deutlichen Verbesserungen, wenn bestimmte Lebensmittel weggelassen oder verändert werden. Doch Dr. Rath warnt auch vor Übervereinfachungen und einseitigen Diäten.
Wichtige Empfehlungen:
Notieren Sie, was gegessen wird und welche Beschwerden wann auftreten. So lassen sich Zusammenhänge erkennen.
Viele Fertigprodukte enthalten Verdickungsmittel oder Stabilisatoren (z. B. Carrageen, Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl), die Beschwerden auslösen können.
Gerade stark verarbeitete vegane Alternativen enthalten oft viele Zusatzstoffe, deren Wirkung noch nicht gut erforscht ist.
Diese Ernährungsform reduziert bestimmte Zuckerarten, die im Darm leicht vergären. Sie kann helfen, sollte aber nicht langfristig ohne ärztliche oder ernährungsmedizinische Begleitung durchgeführt werden.
Dr. Rath betont: „Viele der FODMAP-reichen Lebensmittel sind sehr nährstoffreich, ein langfristiger Verzicht kann zu Mängeln führen.“ Deshalb sollte eine solche Diät möglichst mit fachlicher Begleitung nur zeitlich begrenzt und gezielt eingesetzt werden.
Selbstbeobachtung als Schlüssel
Die Ursachen von Reizdarmsymptomen sind vielfältig, ebenso wie die Auslöser. Deshalb lohnt sich ein wachsames Auge:
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Wie reagiert der Körper in verschiedenen Zyklusphasen?
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Gibt es Muster bei bestimmten Lebensmitteln oder Stresssituationen?
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Was lindert und was verschlimmert?
Dr. Rath empfiehlt, Beschwerden ernst zu nehmen, auch wenn sie schwer messbar sind. Denn „Echte Beschwerden sind auch solche, die verschwinden, wenn man etwas weglässt.“ Die Dokumentation der eigenen Beobachtungen und das Führen eines Ernährungstagebuches können dabei helfen.
Gerade bei Reizdarm-Beschwerden braucht es aber beides: eine informierte Selbststeuerung im Alltag und gezielte Unterstützung durch Fachleute. Das Zusammenspiel von Ernährung, Mikrobiom, Hormonen und Psyche ist komplex. Entsprechend individuell sollten auch die Strategien sein.
Für Endometriose-Betroffene gilt dabei besonders:
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Bestehende Ernährungstipps für Endometriose (z. B. entzündungshemmende Kost) können auch beim Reizdarm hilfreich sein, müssen aber ggf. angepasst werden.
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Eine gut abgestimmte Beratung hilft, Mangelernährung zu vermeiden.
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Wer gut informiert ist, kann fundierter entscheiden und sich im System besser zurechtfinden.
Weitere Informationen zum Reizdarmsyndrom und Endometriose gibt es im Video zum Fachgespräch mit Dr. Eva Rath.
Aus der Community: Eure Fragen – Dr. Rath antwortet
Dr. Eva Rath habilitierte am Lehrstuhl für Ernährung und Immunologie der Technischen Universität München am Campus Freising-Weihenstephan. In ihrer Forschung untersucht sie mitochondriale Stressmechanismen in intestinalen Epithelzellen und deren Bedeutung für die Darmbarriere sowie für Entzündungsprozesse bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.
Im Anschluss an das Gespräch beantwortete sie Fragen aus der Community zu Reizdarmsyndrom, Mikrobiom, mitochondrialer Dysfunktion, Nahrungsergänzung und Diagnostik. Ihre Einschätzungen geben Einblicke in aktuelle Forschungsansätze sowie in Möglichkeiten und Grenzen einer differenzierten Darmdiagnostik.
Biologisch ist das durchaus plausibel, so Dr. Rath. Hormonelle Veränderungen – etwa im Östrogen- oder Progesteronspiegel – beeinflussen auch die Darmfunktion. Auch wenn hier keine eindeutige medizinische Aussage getroffen werden kann, sprechen zyklisch auftretende Symptome durchaus für eine hormonelle Mitbeteiligung.
Dr. Rath betont: Das Reizdarmsyndrom ist eine Ausschlussdiagnose, das bedeutet, dass zuvor schwerwiegende Ursachen wie chronisch-entzündliche Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen. Wird das nicht gründlich untersucht, sollten Betroffene sich nicht scheuen, aktiv eine umfassendere Diagnostik einzufordern, gerade bei starkem Leidensdruck.
Ja, erste Hinweise auf solche Zusammenhänge gibt es bereits. So weiß man aus Studien, dass bestimmte genetische Faktoren, die chronisch entzündliche Darmerkrankungen begünstigen, auch die Funktion der Mitochondrien beeinflussen können. Außerdem besteht eine enge Verbindung zwischen Mikrobiom und Zellgesundheit im Darm: Butyrat – eine kurzkettige Fettsäure, die von „guten“ Darmbakterien gebildet wird – ist essenziell für die Energieversorgung der Darmschleimhaut. Bei Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen sind Butyrat-Level oft erniedrigt. Viele dieser Mechanismen sind auch in Patient*innen nachvollziehbar, sie gelten also nicht nur im Labor.
Butyrat kann im Stuhl gemessen werden, auch wenn das derzeit eher in Studienkontexten geschieht. Ob Butyrat-Tabletten helfen, ist unklar, da sie meist im Dünndarm aufgenommen werden. Sinnvoller ist es, die „richtigen“ Bakterien im Darm zu füttern, z. B. mit ballaststoffreicher Ernährung: Haferflocken, Leinsamen, fermentierte Produkte oder Joghurt können helfen, die Butyratproduktion auf natürliche Weise zu fördern.
Eher nicht. Kalprotektin ist ein Entzündungsmarker: Zusammen mit Blut im Stuhl spricht das eher für eine organische Ursache, z. B. eine chronisch entzündliche Darmerkrankung oder Divertikulitis. Eine genaue Abklärung, meist durch eine Darmspiegelung, ist hier sinnvoll.
Es gibt Hinweise, dass bestimmte Darmhormone bei Menschen mit Reizdarmsyndrom nicht optimal funktionieren, das könnte auch Stoffwechselprozesse beeinflussen, z. B. bei Insulinresistenz. Gerade bei Übergewicht kann sich eine Verbesserung des einen auch positiv auf das andere auswirken. Ein weiterer Hinweis auf die komplexen Wechselwirkungen zwischen Darm, Hormonsystem und Stoffwechsel.
Ja, Schmerzen, etwa bei Reizdarmsyndrom, können ausstrahlen, insbesondere in die Lendenwirbelsäule. Auch zyklusbedingte Beschwerden – etwa bei Endometriose – zeigen sich oft in diesem Bereich. Entscheidend ist, die Ursache ärztlich oder osteopathisch abklären zu lassen.
Die Datenlage zeigt: Es gibt viele Korrelationen, aber keine eindeutigen Kausalzusammenhänge. Dr. Rath verweist auf verschiedene Beobachtungen, z. B. zu Aluminiumsalzen, die in verarbeiteten Lebensmitteln enthalten sein können, teils ohne Deklarationspflicht, etwa in Käse oder als technische Hilfsstoffe bei der Produktion. Das macht die Situation schwer durchschaubar. Auch veränderte Diagnosekriterien – teils länderspezifisch – erschweren klare Aussagen. Studien zeigen z. B. eine große Spannbreite von 10 bis 50 % bei Endometriose-Betroffenen mit Reizdarmsymptomen, ein Hinweis auf definitorische Unterschiede. Auch gesellschaftliche Wahrnehmung hat sich verändert: Was heute als behandlungsbedürftig gilt, wurde früher womöglich als „normal“ abgetan. Fazit: Eine Zunahme scheint wahrscheinlich, aber die Ursachen bleiben komplex und vielschichtig.
Leider nicht immer. Eine SIBO entsteht, wenn Bakterien aus dem Dickdarm in den Dünndarm gelangen. Die Ursachen sind vielfältig , z. B. anatomische Veränderungen. Eine pauschale Antibiotikatherapie bringt selten langfristigen Erfolg. Wichtig ist eine sorgfältige Diagnostik und Ursachenklärung.
Das hängt stark vom Ziel ab. Wer einen bestimmten Stoff meidet (z. B. Laktose, Gluten), kann oft nach ein bis zwei Wochen eine Veränderung spüren. Bei komplexeren Umstellungen – etwa FODMAP-arm oder entzündungsarm – braucht es eher mehrere Wochen. Wichtig: Die Veränderung sollte gut dokumentiert werden, etwa über ein Symptomtagebuch, um Rückschlüsse ziehen zu können.
Beides kann bei manchen Menschen hilfreich sein, vor allem, wenn es um mitochondriale Energieprozesse geht. Dr. Rath empfiehlt, solche Mittel zunächst in günstiger Variante aus der Drogerie zu testen, bevor man zu teuren Apothekenprodukten greift. Dosierungsempfehlungen sind in der Regel auf den Produkten angegeben: Eine Testphase über einen Monat kann zeigen, ob eine Wirkung spürbar ist.
In der Praxis wird meist über das Blutbild oder den Urin überprüft, ob z. B. Vitaminmängel vorliegen. Direkt messen, wie viel Nährstoff aus dem Essen im Körper ankommt, ist nur in Spezialfällen – etwa mit künstlichem Darmausgang – möglich. In der Regel gilt: Relevanter ist, was im Körper ankommt, nicht was ausgeschieden wird.
Nicht direkt. Der Darm verfügt über hochkomplexe Regulationsmechanismen, die meist sehr zuverlässig etwa durch mechanische Reize, Hormone und Nervenimpulse funktionieren. Wenn es dennoch zu Beschwerden kommt, muss zuerst die Ursache der gestörten Funktion gefunden werden, pauschale Empfehlungen sind kaum möglich.
Ja, es gibt spezialisierte stationäre Einrichtungen, etwa für Reizdarm, Unverträglichkeiten oder Essstörungen. Wichtig ist, sich gezielt zu informieren, da Qualität und Spezialisierung variieren. Auch private Kliniken oder spezialisierte Reha-Zentren können Optionen sein.
Dr. Rath selbst nutzt keine konkrete App, betont aber die Wichtigkeit, dass Apps gut annotiert sind, also alle Inhaltsstoffe korrekt und vollständig hinterlegen. Wer lieber analog arbeitet, kann das Tagebuch auch per Hand führen. Wichtig ist in jedem Fall: so genau wie möglich dokumentieren. Als digitale Gesundheitsanwendung enthält z. B. die verschreibbare Endo-App ein integriertes Tagebuch, bei dem sensible Daten geschützt bleiben.
Eine offen zugängliche Plattform, die Dr. Rath empfiehlt, ist die englische Webseite Frontiers for Young Minds. Die Artikel dort sind ursprünglich für Kinder und Jugendliche gedacht, bieten aber auch für Erwachsene gut verständliche Informationen zu aktuellen Studien. Zudem kann man bei Universitäten und Forschungsinstituten auf Pressemitteilungen achten, diese fassen neue Erkenntnisse meist laiengerecht zusammen. Wichtig dabei ist immer, dass die Quelle seriös sein sollte.
Die Umsetzung ist langwierig, aber es tut sich etwas. Manche Studien werden bereits mit Medikamenten durchgeführt, die gezielt die Mitochondrienfunktion beeinflussen. Auch Supplemente wie Coenzym Q10 oder L-Carnitin, die man aus Drogerien kennt, spielen hier eine Rolle.
„Sichtbar machen, was (zu) oft unsichtbar bleibt“ – Ein persönlicher Impuls von Dr. Eva Rath
Dr. Eva Rath teilt im Gespräch einen persönlichen Gedanken, der viele Betroffene bestärken kann: „Wir müssen Probleme sichtbar machen.“ Besonders Frauen* hätten oft gelernt, zu funktionieren, sich zurückzunehmen oder Beschwerden „wegzuorganisieren“. Doch gerade dadurch blieben viele Leiden – wie chronische Schmerzen, Reizdarmbeschwerden oder fehlende Versorgung – gesellschaftlich unsichtbar.
Ihr Appell an Betroffene:
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Raus aus der Komfortzone, auch wenn es Mut kostet
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Eigene Bedürfnisse und Beschwerden benennen, statt sie zu relativieren
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Sichtbarkeit schaffen im Alltag, in Gesprächen, im Kontakt mit Ärzt*innen oder im Beruf
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Veränderung beginnt bei Einzelnen, wirkt aber kollektiv, etwa wenn Probleme geteilt und öffentlich gemacht werden
Ein Beispiel aus ihrer eigenen Erfahrung: „Ich habe mit meinem Baby im Arm eine Vorlesung gehalten – nicht, weil ich das perfekt organisieren konnte, sondern um zu zeigen: Es gibt keine Kinderbetreuung, und das ist ein Problem.“ Genau diese Haltung sei auch im medizinischen Kontext wichtig, etwa wenn Beschwerden nicht ernst genommen werden oder Diagnosen Jahre dauern.
Das Fachgespräch zum Nachschauen
Das vollständige Interview mit Dr. Eva Rath zum Thema Endometriose und Reizdarmsyndrom finden Sie hier:
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Unterstützende Informationen & Angebote
- Deutsche Reizdarmselbsthilfe e.V.
- Selbsthilfegruppen und -organisationen: Austausch, Alltagstipps und begleitende Informationen
Die Endometriose-Vereinigung Deutschland unterstützt Betroffene durch eine kostenfreie Endometriose-Beratung.
Wir finanzieren unsere kostenlosen Endometriose-Beratungen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Unterstützen Sie unsere Arbeit durch Ihre Mitgliedschaft oder Spende!
FAQ - Endometriose und Reizdarmsyndrom
Das Reizdarmsyndrom (RDS) beschreibt chronische Darmbeschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen oder Stuhlveränderungen ohne organisch nachweisbare Ursache. Es handelt sich um eine sogenannte Ausschlussdiagnose. Gerade bei Endometriose-Betroffenen treten diese Symptome häufig auf und können leicht mit Endometriose-Beschwerden verwechselt werden. Deshalb ist eine sorgfältige Abklärung durch Haus- und Fachärzt*innen wichtig.
Zu den häufigsten Beschwerden zählen:
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Bauchschmerzen und Blähungen
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Durchfall, Verstopfung oder ein Wechsel beider Zustände
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Gefühl unvollständiger Entleerung oder häufiger Stuhldrang
Die Beschwerden bestehen meist über längere Zeit (mehr als 3 Monate) und treten häufig im Zusammenhang mit bestimmten Lebensmitteln, dem Zyklus oder Stress auf.
Beide Erkrankungen können sehr ähnliche Symptome verursachen, insbesondere im Bauch- und Beckenbereich. Ein wichtiger Hinweis auf Reizdarm: Beschwerden treten nicht nur zyklusabhängig, sondern oft auch unabhängig von der Menstruation auf. Endometriosebedingte Schmerzen dagegen korrelieren häufiger mit bestimmten Zyklusphasen. Um eine Unterscheidung zu treffen, ist eine interdisziplinäre Abklärung durch Gynäkolog*innen und Gastroenterolog*innen entscheidend.
Hormone wie Östrogen und Progesteron beeinflussen die Darmbewegung (Peristaltik). In der zweiten Zyklushälfte wirkt Progesteron verlangsamend auf die Verdauung, viele erleben dann eher Verstopfung. Kurz vor der Menstruation kann der Progesteronabfall wiederum zu Durchfall führen. Diese zyklischen Schwankungen können Reizdarmsymptome verstärken, insbesondere bei Menschen mit Endometriose.
Das Mikrobiom – also die Gesamtheit der Darmbakterien – beeinflusst Verdauung, Immunfunktion und Hormonstoffwechsel. Studien zeigen, dass Störungen im Mikrobiom (z. B. durch Ernährung, Stress oder Antibiotika) Beschwerden wie Blähungen, Schmerzen oder Unverträglichkeiten begünstigen können. Auch hormonelle Veränderungen im Zyklus wirken sich auf die Zusammensetzung des Mikrobioms aus.
Die Diagnose wird gestellt, wenn:
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Beschwerden länger als 3 Monate bestehen
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keine organischen Ursachen (z. B. Morbus Crohn, Zöliakie, Tumore) nachweisbar sind
Empfohlene Schritte:
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Blutuntersuchung (z. B. Entzündungsmarker)
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Stuhluntersuchung (z. B. auf Blut, Kalprotektin)
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ggf. Darmspiegelung oder Tests auf Intoleranzen (Laktose, Fruktose)
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gynäkologische Abklärung bei Verdacht auf Endometriose
Viele Betroffene profitieren von gezielten Anpassungen:
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FODMAP-arme Ernährung kann helfen, sollte aber nicht dauerhaft ohne Fachberatung durchgeführt werden
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Verdächtige Zusatzstoffe meiden, z. B. Verdickungsmittel oder Konservierungsstoffe
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Ballaststoffreiche Ernährung (z. B. Haferflocken, Leinsamen) – individuelle Veträglichkeit prüfen
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Wichtig: Nicht eigenständig ganze Lebensmittelgruppen ausschließen, dies kann zu Nährstoffmängeln führen
Die erste Anlaufstelle ist in der Regel die hausärztliche Praxis. Bei unklaren oder anhaltenden Beschwerden wird eine Überweisung empfohlen:
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Gastroenterologie: Diagnostik von Reizdarm, Entzündungen, Intoleranzen
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Gynäkologie: Abklärung von Endometriose, insbesondere bei zyklischen Beschwerden
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Ernährungsmedizin oder Diätassistenz: Beratung bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und gezielter Ernährung
Ja, ein Ernährungstagebuch kann helfen, Zusammenhänge zwischen Lebensmitteln, Zyklus und Beschwerden zu erkennen. In der Endo-App (verschreibungsfähig bei Endometriose) ist ein solcher Tracker integriert. Wichtig: Bei allen Tools auf Datenschutz und transparente Datennutzung achten.
Einige Mikronährstoffe wie Coenzym Q10 oder Carnitin werden frei verkauft und könnten die Zellfunktion unterstützen. Dr. Rath weist aber darauf hin, dass die Studienlage uneinheitlich ist und die Wirkung individuell sehr unterschiedlich ausfällt. Ihre Empfehlung: „Erst günstig testen, z. B. mit Präparaten aus der Drogerie und im Zweifel ärztlich begleiten lassen.“
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weiterhin Symptome dokumentieren, etwa über Zyklus- und Ernährungstagebücher
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Erneute fachärztliche Rücksprache suchen, ggf. mit Verdacht auf hormonelle, strukturelle oder mikrobielle Ursachen
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Weitere Abklärung bei Spezialist*innen (z. B. in interdisziplinären Kliniken)
Dr. Rath betont, dass Beschwerden, die verschwinden, wenn man etwas weglässt, reale Beschwerden sind – auch wenn sie sich nicht immer messen lassen. Gerade bei Reizdarm gilt: fundierte Selbstbeobachtung und professionelle Begleitung können gemeinsam viel bewirken.
Danke
Unsere Themenreihe „Endometriose - begleitende Beschwerden und Erkrankungen" im Rahmen unserer 29. Jahrestagung ist uns ein Herzensanliegen: Wir wollen Raum schaffen für Wissen, Austausch und neue Perspektiven auf die vielfältigen Begleiterscheinungen von Endometriose.
Hilfreiche Informationen zu 11 weiteren häufigen Begleitbeschwerden und -erkrankungen bei Endometriose finden Sie hier.
Unser besonderer Dank gilt dem AOK Bundesverband, der mit seiner Unterstützung maßgeblich dazu beigetragen hat, diese Themenreihe im Rahmen der Jahrestagung möglich zu machen.
Ein herzliches Dankeschön auch an alle Mitwirkenden, die mit ihrem Wissen, Engagement und Herzblut diese Themenreihe gestaltet haben!

