Ziele des Forschungsprojektes
Viele Betroffene warten Jahre auf die Diagnose Endometriose. ENDO-EVE möchte das ändern. Ziel des Projekts ist es, ein innovatives Versorgungprogramm für Endometriose-Betroffene zu entwickeln, um die Diagnosezeit deutlich zu verkürzen und die Behandlung individuell zu verbessern. Dafür arbeiten gynäkologische Praxen und spezialisierte Endometriose-Zentren eng zusammen. Ärztinnen und Ärzte erhalten strukturierte Hilfen, um Beschwerden schneller richtig einordnen und einen Verdacht frühzeitig erkennen zu können.
Damit Patient*innen mit hohem Endometriose-Risiko schneller an ein Endometriose-Zentrum überwiesen werden können, wird eine koordinierte Überweisungsstrategie entwickelt. In den beteiligten Endometriose-Zentren erfolgt eine individuell abgestimmte Therapie und der Studieneinschluss.
Ein wichtiger Bestandteil ist eine begleitende App. Als digitales Edukationsprogramm bietet sie – je nach Studiengruppe – Fragebögen, verständliche Informationen zu Themen wie Schmerzbewältigung, Ernährung, Bewegung und Lebensqualität. Zudem können Patient*innen ihre Beschwerden und Therapieerfahrungen dokumentieren.
Durch die ENDO-EVE-Studie soll herausgefunden werden, ob dieses neue Versorgungsprogramm die Behandlung von Endometriose gegenüber den aktuell bestehenden Versorgungsstrukturen verbessern kann. Hierbei wird z. B. untersucht, ob sich der Gesundheitszustand der teilnehmenden Patient*innen durch die Maßnahmen verbessert, sich die Rate an chronifizierten Schmerzen oder der Häufigkeit psychischer Begleiterkrankungen verringert, die Anzahl an Krankheits- und Arbeitsausfallzeiten der Betroffenen reduziert und ob sich die Zeit bis zur Diagnosestellung verkürzt.
Teilnahme an der Studie
Im Rahmen der Studie können Patient*innen teilnehmen, wenn sie bei einer der beteiligten Krankenkassen versichert sind und in Baden-Württemberg oder Sachsen-Anhalt wohnen.
Beteiligte Krankenkassen: AOK Baden-Württemberg, AOK Sachsen-Anhalt, BAHN-BKK, BIG direkt gesund, BKK24, BKK Deutsche Bank AG, BKK Schwarzwald-Baar-Heuberg, energie-BKK, IKK gesund plus, Mercedes-Benz BKK, Mobil Betriebskrankenkasse, novitas BKK, Salus BKK, SBK Siemens-Betriebskrankenkasse, VIACTIV Krankenkasse, Die Techniker
Weitere Informationen finden Sie hier.
Erkenntnisgewinn und Vorteile für Endometriose-Betroffene
Ein konkreter Vorteil bei Teilnahme an der Studie ist eine schnellere und strukturiertere Weiterleitung von den niedergelassenen Ärzt*innen zu den Endometriose-Zentren, ein Zugang zu spezialisierten Expert*innen in den Bereichen Gynäkologie, Schmerztherapie und Psychologie, sowie eine Rundum-Unterstützung durch die Nutzung der begeleitenden App im Alltag. Für die Teilnahme ist eine Aufwandsentschädigung mit bis zu 150 € möglich.
Teilnehmende leisten zudem einen wichtigen Beitrag für die Frauengesundheit und gestalten dadurch die Zukunft der medizinischen Versorgung von Endometriose-Betroffenen mit.
Das Forschungsinterview
In dem Video erklären Frau Prof. Dr. med. Stephanie Wallwiener und Herr Prof. Dr. med. Markus Wallwiener, welche Herausforderungen aktuell in der medizinischen Versorgung von Endometriose bestehen und wie das Forschungsprojekt ENDO-EVE die Behandlung verbessern möchte.
Der Forschungsverbund
Am Projekt ENDO-EVE sind das Universitätsklinikum und die Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin Halle a. d. Saale, die Universitätsfrauenklinik Heidelberg und die Universitäts-Frauenklinik Tübingen beteiligt. Die Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. unterstützt das Projekt in der Pilotierung, der Rekrutierung und informiert über die Projektergebnisse.
Das Forschungsteam
Prof. Dr. Stephanie Wallwiener
Universitätsklinikum und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin Halle / S.
Aufgabenbereiche:
- Gesamtleitung des Projektes durch Prof. Dr. med. Stephanie Wallwiener und Prof. Dr. med. Markus Wallwiener
- Patient*innen-Rekrutierung und Anamnese
Team und Kontakt:
Universitätsklinikum und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin Halle (Saale) und Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie
- Prof. Dr. med. Stephanie Wallwiener (Koordinatorin des Projektes)
- Prof. Dr. med. Markus Wallwiener (Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie)
- Dr. Marta Stankovic (Studienärztin)
- Ita Sterner (Studienärztin)
- Janet Rollert (Study Nurse)
Bei Fragen wenden Sie sich per E-Mail an: Endo-eve@uk-halle.de.





Prof. Dr. Ariane Germeyer
Universitätsfrauenklinik Heidelberg
Aufgabenbereiche:
- Patient*innen-Rekrutierung und Anamnese
Team und Kontakt:
Universitätsfrauenklinik Heidelberg
- Prof. Dr. med. Ariane Germeyer (Projektleitung Heidelberg)
- Dr. Kathrin Haßdenteufel (Studienärztin)
- Corinna Hartmann (Study Nurse)
Bei Fragen wenden Sie sich per E-Mail an: Endo-eve@med.uni-heidelberg.de



PD Dr. Jürgen Andress
Universitäts-Frauenklinik Tübingen
Aufgabenbereiche:
-
Patient*innenrekrutierung und Anamnese
Team und Kontakt:
Universitäts-Frauenklinik Tübingen
- PD Dr. Jürgen Andress (Projektleiter Tübingen)
- Dr. Johanna Schlatter (Studienärztin)
- Jasmin Steiner (Study Nurse)
Bei Fragen wenden Sie sich per E-Mail an: Endo-eve@med.uni-tuebingen.de



Victoria Vonau
Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V.
Aufgabenbereiche:
- Mitwirkung an der Pilotierung der begleitenden App
- regelmäßige und laienverständliche Information für Patient*innen über den Projektfortschritt
- Verbreitung der Ergebnisse und Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit für nichtwissenschaftliche Zielgruppen und Patient*innen
Kontakt:
Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V.
Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne telefonisch unter 0341 3065305 oder per E-Mail an Victoria Vonau: v.vonau@endometriose-vereinigung.de

Wir informieren auf unserer Webseite über aktuelle Aufrufe zu wissenschaftlichen und medizinischen Studien zum Thema Endometriose, die Teilnehmer*innen suchen.
Durch Ihre Teilnahme unterstützen Sie die Forschung zu Endometriose und tragen somit langfristig dazu bei, die Lage von Betroffenen zu verbessern!
