Lara

Ich bin Lara.

Die Endometriose belastet mich seit meiner ersten Periode. Schon damals litt ich unter starken Schmerzen während meiner Blutung. Doch das war nicht alles: Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, ständige Erschöpfung, Verdauungsprobleme und Unverträglichkeiten begleiteten mich täglich. Medikamente zeigten kaum Wirkung, und auch die Einnahme der Pille brachte kaum Linderung. Bis zu meiner Diagnose nahmen mich die Ärzte nicht ernst und schoben meine Beschwerden auf die leichte Schulter.

Durch eine Vorsorgeuntersuchung wurde durch Zufall eine mehrere Zentimeter große Zyste am linken Eierstock entdeckt. Daraufhin überwies man mich in ein spezialisiertes Endometriose-Zentrum. Bereits zwei Wochen nach der Vorstellung bei einem der Fachärzte erfolgte die Operation.

Im Jahr 2023 erhielt ich die Diagnose „tief infiltrierte Endometriose“. Dabei entfernten die Ärzte Läsionen an Darm, Blase, Eierstöcken und Gebärmutter sowie die acht Zentimeter große Zyste. Trotz der Einnahme von Hormonen litt ich auch anderthalb Jahre später wieder unter starken Schmerzen und diversen Nebenwirkungen.

Die Schmerzen konzentrierten sich diesmal vor allem auf meine rechte Schulter und äußerten sich als Nervenschmerzen, die mehrfach einen Besuch in der Notaufnahme erforderlich machten. Einfache Schmerzmittel reichten längst nicht mehr aus. Bis zu meiner zweiten Operation im Jahr 2025 nahm ich das Medikament Pregabalin ein, welches meine Beschwerden deutlich linderte.

Nach der Operation wurde Endometriose am Zwerchfell diagnostiziert. Zusätzlich fanden sich erneut Verwachsungen im Bauchraum, die ebenfalls entfernt wurden. Der Heilungsprozess nach diesem zweiten Eingriff verlief deutlich schneller als nach der ersten Operation. Nach nur zwei Monaten konnte ich langsam wieder mit dem Sport beginnen. Sport, Yoga, eine ausgewogene Ernährung sowie die Behandlung mit Traditioneller Chinesischer Medizin unterstützen mich dabei, meinen Alltag besser zu bewältigen.

Im Herbst 2025 erhielt ich zudem den Verdacht auf Adenomyose. Wie es weitergeht, wird sich zeigen.