Logo_EVD_quer

Kundgebung in Berlin anlässlich des Tages der Endometriose und der Debatte im Bundestag 

Du bist von Endometriose betroffen und aktuell oder in der Vergangenheit in Kinderwunschbehandlung? Unterstütze und bei unserer anonymen Umfrage zu Erfahrungen mit Endometriose und Kinderwunsch. Mehr Informationen findest du am Ende dieses Beitrags.

Am Freitag, den 29. September 2023 fand im Deutschen Bundestag die zweite Debatte zu Endometriose statt. Die CDU/CSU (Drucksache 20/4308) und DIE LINKE (Drucksache 20/5979) hatten Anträge eingereicht, die im Gesundheitsausschuss beraten wurden. Bereits im Vorfeld war zur erwarten, dass die Anträge abgelehnt würden. Die CDU/CSU und DIE LINKE sind im Deutschen Bundestag in der Rolle der Opposition und Anträge der Oppositionsparteien werden fast immer von den Regierungsparteien abgelehnt. Eine entsprechende Beschlussempfehlung des Ausschusses für Gesundheit war bereits eine Woche vorab veröffentlicht worden (Drucksache 20/6617).  

In Gesprächen mit Abgeordneten der Oppositions- wie auch der Regierungsparteien wurde uns stets zugesagt, unsere Anliegen und Forderungen zu unterstützen. Beide Anträge hätten das Potenzial gehabt, die Versorgung von Endometriose-Betroffenen zu verbessern, doch sie wurden abgelehnt und eigene Anträge der Regierungsparteien zum Thema Endometriose sind nicht geplant. 

Um deutlich zu machen, dass wir von der Bundesregierung tatsächliche Unterstützung und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung erwarten, haben wir zu einer Kundgebung auf dem Platz zwischen dem Paul-Löbe-Haus und dem Bundeskanzleramt aufgerufen. 

Tag der Endometriose, Kundgebung in Berlin
Tag der Endometriose, Kundgebung in Berlin
Tag der Endometriose 2023, Kundgebung in Berlin
Gruppenbild von engagierten Endometriose-Betroffenen und der Endometriose-Vereinigung
Tag der Endometriose 2023, Kundgebung in Berlin
links Natascha Lowitzki (Vertreterin für Endometriose im Gemeinsamen Bundesausschuss)

Auch wenn die Anträge im Bundestag abgelehnt wurden, war es dennoch ein erfolgreicher Tag für die Endometriose-Betroffenen. Wir haben mit Vertreter*innen der Parteien sehr gute Gespräche geführt und alle haben uns zugesagt uns weiterhin zu unterstützen. Endometriose ist im politischen Berlin angekommen und wir werden dafür sorgen, dass es auch da bleibt! 

Tag der Endometriose 2023, Kundgebung in Berlin
Anja Moritz und Dorothee Bär (MdB CDU/CSU)
Tag der Endometriose 2023, Kundgebung in Berlin
Anne Janssen (MdB CDU/CSU), Diana Stöcker (MdB CDU/CSU) und Emmi Zeulner (MdB CDU/CSU)
Tag der Endometriose 2023, Kundgebung in Berlin
Anja Moritz und Heidi Reichinnek (MdB DIE LINKE), ganz links Saskia Weishaupt (MdB Bündnis 90/Die Grünen)

Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns an diesem Tag unterstützt haben, sei es durch E-Mails oder durch den gemeinsamen Protest in Berlin. 

Besonderen Dank an unsere Redner*innen: Sarah Kube (Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V.), Anna Moors (#EndEndoSilence), Natascha Lowitzki (Vertreterin für Endometriose im Gemeinsamen Bundesausschuss), Isabelle Brown (Endo-App) und Javed Lindner (Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V.). 

Tag der Endometriose 2023, Kundgebung in Berlin
Unsere Vorstandsvorsitzende Sarah Kube bei ihrer Rede
Tag der Endometriose 2023, Kundgebung in Berlin
Team der Endo-App, Mitte links Isabelle Brown, Anja Moritz und rechts Sarah Kube (Endometriose-Vereinigung)
Tag der Endometriose 2023, Kundgebung in Berlin
Javed Lindner (Endo.Politisch.Aktiv)

Die Debatte im Bundestag kann hier nachgeschaut werden.

Außerdem gibt es noch einen Videotipp: Natascha Lowitzki spricht im WDR bei Frau TV darüber, warum Endometriose politisch ist. Sie ist Vertreterin im Gemeinsamen Bundesausschuss für Endometriose, Leiterin einer Selbsthilfegruppe in Hannover und Mitglied der Endometriose-Vereinigung Deutschland.

Das Copyright für alle Fotos liegt bei ©d.nietze-fotografie