Die Charité untersucht Menstruationsbeschwerden bei Mädchen und jungen Frauen

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin führt seit Dezember 2023 ein Forschungsprojekt für Mädchen und jungen Frauen mit starken Menstruationsbeschwerden durch. Das vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses geförderte Projekt „MeMäF – Verbesserung der Frauengesundheit mit einem digital unterstützten Versorgungsmodell für Mädchen und junge Frauen mit Menstruationsschmerzen“ hat zum Ziel, Menstruationsschmerzen zu lindern und Mädchen und junge Frauen mit einem erhöhten Risiko für Endometriose frühzeitig zu identifizieren und zu behandeln. Die Endometriose-Vereinigung Deutschland steht dem Projekt MeMäF beratend zur Seite.

Im Forschungsprojekt MeMäF wurde ein digital unterstütztes Versorgungsmodell entwickelt, das langfristig die Versorgung im lang vernachlässigten Bereich der Frauengesundheit verbessern soll und nun in einer Studie getestet wird. In der Studie soll in einem ersten Schritt untersucht werden, ob die im Rahmen des Projektes weiterentwickelte App period. Mädchen und jungen Frauen tatsächlich helfen kann, Regelschmerzen zu lindern und besser mit den Beschwerden umzugehen.

Insgesamt 3000 Teilnehmerinnen erhalten dazu kostenfrei die App period. Die App soll den Benutzerinnen ermöglichen, selbst etwas gegen ihre Schmerzen zu tun: Neben einem Symptomtagebuch beinhaltet die App Expertinnenwissen rund um das Thema Menstruation, Zyklus und Schmerzlinderung. Auch stehen praktische Übungen aus den Bereichen Yoga, Akupressur und Selbstmassage zur Verfügung.

Die App period. können Mädchen und junge Frauen im Alter von 16 – 24 Jahren kostenlos nutzen, die bei der BARMER, DAK-Gesundheit oder der Techniker Krankenkasse krankenversichert sind und unter starken Menstruationsschmerzen leiden, aber noch keine Endometriose-Diagnose erhalten haben.

Durch die Teilnahme an diesem Projekt leisten die Teilnehmerinnen einen Beitrag zur Verbesserung des Versorgungsangebotes für Mädchen und Frauen. Bei erfolgreichem Abschluss der Studie könnte diese digitale Versorgungsform sogar Teil der künftigen, gesetzlichen Versorgung für alle werden.

Mehr Informationen erhalten Sie unter: www.period-app.de