Studienaufrufe

Hier veröffentlichen wir aktuelle Aufrufe zu wissenschaftlichen und medizinischen Studien zum Thema Endometriose, die Teilnehmende suchen. Durch Ihre Teilnahme unterstützen Sie die Forschung zu Endometriose und tragen somit langfristig dazu bei, die Lage von Betroffenen zu verbessern. Forscher*innen können uns ihre Studienaufrufe über dieses Online-Formular zukommen lassen.

Aktuelle Studienaufrufe

Hochschule Stralsund

Invisible Challenges: Exploring the Workplace Experiences of Women with Endometriosis in the German Tourism Sector

Ziel der Studie:

Endometriose wirkt sich für viele Betroffene erheblich auf das Arbeitsleben aus: durch Schmerzen während der Schicht, kurzfristige Ausfälle, die Frage, ob man die Erkrankung am Arbeitsplatz überhaupt anspricht, und den Umgang von Vorgesetzten und Kolleginnen und Kollegen damit. Wie Frauen diesen Arbeitsalltag konkret bewältigen, ist bislang kaum untersucht.

Ziel der Studie ist es, die Arbeitsplatzerfahrungen von Frauen mit Endometriose im deutschen Tourismussektor zu untersuchen. Im Fokus stehen die Herausforderungen im Arbeitsalltag, der Umgang mit der Erkrankung im beruflichen Umfeld sowie die Frage, welche Formen organisationaler Unterstützung als hilfreich erlebt werden.

Der Tourismussektor eignet sich hierfür besonders, da er stark von Schichtarbeit, geteilten Diensten, regelmäßigem Kundenkontakt und geringer Flexibilität geprägt ist. Dies sind Bedingungen, die den Umgang mit einer chronischen Erkrankung zusätzlich erschweren können. Bisherige Forschung zu Endometriose am Arbeitsplatz stammt überwiegend aus dem englischsprachigen Raum und betrachtet selten einen spezifischen Beschäftigungskontext.

Diese Studie schließt diese Lücke für den deutschen Kontext.

 

konkrete Vorteile der Studie bzw. Erkenntnisgewinn für Endometriose-Betroffene:

Die Studie macht die konkreten Arbeitsplatzerfahrungen von Betroffenen sichtbar, die bislang kaum wissenschaftlich erfasst sind. Aus den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber im Tourismussektor entwickelt, etwa zu Dienstplangestaltung, Pausenregelungen und dem Umgang von Führungskräften mit chronischen Erkrankungen.

Betroffene erhalten damit eine wissenschaftlich fundierte Grundlage, auf die sie sich bei der Einforderung von Anpassungen am Arbeitsplatz berufen können. Zudem trägt die Studie dazu bei, Endometriose als arbeitsbezogenes Thema zu etablieren, statt sie ausschließlich als medizinisches Problem zu behandeln.


Teilnahmevoraussetzungen:

  • Personen mit einer ärztlich diagnostizierten oder selbst vermuteten Endometriose
  • Mindestalter 18 Jahre
  • Aktuelle oder innerhalb der letzten drei Jahre ausgeübte Tätigkeit in der deutschen Tourismusbranche (z. B. Hotellerie, Gastronomie, Reiseveranstaltung, Attraktionen, Transport).
  • Diese Tätigkeit war geprägt von mindestens einem der folgenden Merkmale: Schichtarbeit, geteilte Dienste/Arbeit auf Abruf, regelmäßiger Kundenkontakt

Ein zwischenzeitlicher Wechsel in eine Büro-/Verwaltungsrolle schließt eine Teilnahme nicht aus.


Ausschlusskriterien:

  • Alter unter 18 Jahren
  • Keine Tätigkeit in der deutschen Tourismusbranche innerhalb der letzten drei Jahre
  • Tätigkeit ausschließlich in Bereichen ohne Schichtarbeit, geteilte Dienste oder regelmäßigen Kundenkontakt

 

Art und Dauer der Teilnahme:

  • Online-Einzelinterview mit offenen Fragen per Videokonferenz
  • ca. 60 Minuten

Im Interview geht es um den persönlichen Arbeitsalltag mit Endometriose: um Belastungen im Beruf, den Umgang mit Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten sowie um Unterstützung, die als hilfreich erlebt wurde oder gefehlt hat.

Wie ausführlich und wie persönlich einzelne Fragen beantwortet werden, bestimmen die Teilnehmerinnen selbst. Der Zeitpunkt wird gemeinsam abgestimmt, sodass das Gespräch in einer ungestörten Situation stattfinden kann. Pausen sind jederzeit möglich.

Nach vorheriger Zustimmung wird eine Tonaufnahme erstellt, damit das Gespräch anschließend verschriftlicht und ausgewertet werden kann. Die Aufnahmen sieht ausschließlich die Studienleitung ein; sie werden bis zum Abschluss der Masterarbeit (voraussichtlich Ende Dezember 2026) geschützt gespeichert und danach vollständig gelöscht. In der Arbeit selbst erscheinen keine Namen, Arbeitgeber oder sonstigen Angaben, über die sich Rückschlüsse auf einzelne Personen ziehen ließen.

Die Teilnahme ist freiwillig. Ein Abbruch des Gesprächs oder ein Rückzug aus der Studie ist jederzeit und ohne Begründung möglich; die Daten werden in diesem Fall gelöscht.


Weitere Informationen gibt es in diesem Flyer.

 

Bei Interesse an der Teilnahme oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an Pia Sophie Schreihahn:

pia.s.schreihahn@hochschule-stralsund.de

 

Studienleitung:

  • Pia Sophie Schreihahn (Masterandin)
  • Betreuung: Prof. Dr. Acácia Malhado 

 

Anschrift:

Hochschule Stralsund
Zur Schwedenschanze 15, 18435 Stralsund

 

 

 

 

Universitätsklinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin Halle/S.

ENDO-EVE: Endometriose effektiv erkennen und koordiniert ganzheitlich therapieren

Ziel der Studie:

Viele Betroffene warten Jahre auf die Diagnose Endometriose. Endo-Eve möchte das ändern. Ziel des Projekts ist es, Beschwerden schneller richtig einzuordnen, die Diagnosezeit deutlich zu verkürzen und die Behandlung individuell zu verbessern.

Dafür arbeiten gynäkologische Praxen und spezialisierte Endometriose-Zentren eng zusammen. Ärztinnen und Ärzte erhalten strukturierte Hilfen, um einen Verdacht frühzeitig zu erkennen. Bei Bedarf werden Patient*innen schneller an ein Endometriose-Zentrum überwiesen. Dort erfolgt eine individuell abgestimmte Therapie und der Studieneinschluss.

Ein wichtiger Bestandteil ist eine begleitende App. Sie bietet – je nach Studiengruppe – Fragebögen, verständliche Informationen zu Themen wie Schmerzbewältigung, Ernährung, Bewegung und Lebensqualität. Zudem können Patient*innen ihre Beschwerden und Therapieerfahrungen dokumentieren.

Weitere Informationen zum Ablauf der Studie gibt es hier.

Ein positives Ethikvotum liegt vor.


konkrete Vorteile der Studie bzw. Erkenntnisgewinn für Endometriose-Betroffene:

  • schnellere und strukturiertere Weiterleitung von den niedergelassenen Ärzten zu den Endometriosezentren
  • Zugang zu spezialisierten Experten aus den Bereichen Gynäkologie, Schmerztherapie und Psychologie
  • Rundum-Unterstützung im Alltag
  • Zukunft gestalten: alle Teilnehmerinnen leisten einen wichtigen Beitrag für die Frauengesundheit
  • Aufwandsentschädigung bis zu 150 €

 

Teilnahmevoraussetzungen:

  • Patient*innen im reproduktionsfähigen Alter (18-50 Jahre)
  • Vorliegen von mind. einem oder mehreren endometriosespezifischen Leitsymptome: Dysmenorrhoe, Dyspareunie, Dysurie, Dyschezie, zyklische oder azyklische Unterbauchschmerzen, Sterilität
  • Alternativ: auffällige bildgebende Befunde (z. B. transvaginaler Ultraschall, MRT) mit Verdacht auf Endometriose
  • GKV-Versicherung bei einer der teilnehmenden Krankenkassen.
  • Wohnort in Baden-Württemberg oder Sachsen-Anhalt
  • Einverständnis zur Teilnahme an der Besonderen Versorgung nach § 140a SGB V
  • Smartphone + Internetzugang

Hinweis: Im Rahmen der Studie können Personen teilnehmen, wenn sie in Baden-Württemberg oder Sachsen-Anhalt wohnen und bei einer der beteiligten Krankenkassen versichert sind:

AOK Baden-Württemberg, AOK Sachsen-Anhalt, BAHN-BKK, BIG direkt gesund, BKK24, BKK Deutsche Bank AG, BKK Schwarzwald-Baar-Heuberg, energie-BKK, IKK gesund plus, Mercedes-Benz BKK, Mobil Betriebskrankenkasse, novitas BKK, Salus BKK, SBK Siemens-Betriebskrankenkasse, VIACTIV Krankenkasse, Die Techniker


Ausschlusskriterien:

  • Keine endometriosetypische Symptomatik oder negativer Verdacht nach ärztlicher Einschätzung
  • Personen, die bereits wegen einer Endometriose in ärztlicher Behandlung sind
  • Keine Einwilligung in die Teilnahme
  • Wohnort außerhalb Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt
  • Versicherung in einer nicht beteiligten Krankenkasse

 

Art und Dauer der Teilnahme:

  • Sie erhalten Zugang zum Endometriosezentrum ohne lange Wartezeit. In der innovativen Versorgung arbeiten Frauenärzt*innen, Schmerztherapeut*innen und Psycholog*innen koordiniert für Ihre ganzheitliche Behandlung zusammen.
  • Je nach Studienarm bietet Ihnen die neue App hilfreiche Inhalte zum Umgang mit Ihren Symptomen sowie Unterstützung zu Ernährung, Bewegung, Partnerschaft und mehr. Bei Bedarf können Sie direkt ein Coaching über die App nutzen.
  • Dauer der Teilnahme: 24 Wochen

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bei Interesse an einer Teilnahme informieren Sie sich hier: www.endo-eve.de

Für den Einschluss in die Studie müssen Sie sich bei Ihrer gynäkologischen Arztpraxis für das Projekt anmelden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Institut für Frauengesundheit:

info@endo-eve.de

 

Studienleitung:

  • Prof. Dr. Stephanie Wallwiener


Anschrift:

Universitätsklinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin Halle (Saale)
Ernst-Grube-Str. 40, 06120 Halle a. d. Saale


 

 

 

Charité Universitätsmedizin Berlin

Klinische Effekte einer Stimulation mit pulsierenden elektromagnetischen Feldern (PEMF) bei Patient:innen mit Endometriose – eine randomisierte kontrollierte doppelblinde PilotStudie

Ziel der Studie:

In dieser klinischen Pilotstudie untersucht die Charité – Universitätsmedizin Berlin, ob die Anwendung von pulsierenden elektromagnetischen Feldern (PEMF) dazu beitragen kann, endometriosebedingte Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern.

Zum Einsatz kommt das CE-zertifizierte Medizinprodukt Oska Pulse, das bereits zur Behandlung von Entzündungen als Haupt- oder Begleittherapie zugelassen ist. Da Entzündungsprozesse auch bei Endometriose eine wichtige Rolle spielen, soll untersucht werden, ob PEMF durch ihre entzündungshemmende Wirkung eine sinnvolle Ergänzung zur bisherigen Behandlung darstellen können.

Die lokale Anwendung von PEMF bei Endometriose wurde bislang wissenschaftlich noch nicht untersucht. Mit dieser Studie soll erstmals geprüft werden, ob diese Therapieform Beschwerden wirksam lindern kann.

Ein positives Ethikvotum liegt vor.

Konkrete Vorteile der Studie bzw. Erkenntnisgewinn für Endometriose-Betroffene:

  • Möglichkeit einer Linderung endometriosebedingter Beschwerden durch die PEMF-Stimulation
  • Gewinn neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse über eine bislang nicht untersuchte ergänzende Behandlungsmethode
  • Beitrag zur Weiterentwicklung zukünftiger Therapiemöglichkeiten für Menschen mit Endometriose


Teilnahmevoraussetzungen:

  • Alter ab 18 Jahren
  • Einwilligungsfähigkeit
  • seit mindestens sechs Monaten bestehende zyklische Schmerzen (NRS > 3) bei vermuteter Endometriose und bestehender bzw. geplanter Hormontherapie
  • oder seit mindestens sechs Monaten bestehende zyklische Schmerzen (NRS > 3) bei gesicherter Endometriose
  • oder seit mindestens sechs Monaten bestehende azyklische Schmerzen (NRS > 3) bei diagnostizierter Endometriose und therapeutischer Amenorrhoe
  • keine Teilnahme an einer anderen klinischen Studie innerhalb der vergangenen vier Wochen
  • Erfüllung der Einschlusskriterien nach Prüfung durch das Studienteam

 

Art und Dauer der Teilnahme:

  • Der Studieneinschluss kann telefonisch erfolgen.
  • Die Teilnahme dauert 3 Monate.
  • Die Studie läuft bis 31. Dezember 2026.

 

Teilnahmelink: 

Alle Informationen und die Anmeldung zur Studienteilnahme finden Sie über https://frauenklinik.charite.de/forschung/ags/endometriose

Für Rückfragen kontaktieren Sie:

studien-endometriose@charite.de  

Studienleitung:

  • Lena Hofmann
  • Prof. Dr. med. Sylvia Mechsner

 

 

Universität Duisburg-Essen

ACT-on-ENDO: HelloBetter Endometriosestudie

Ziel der Studie:

Die ACTonEndo Studie untersucht, ob ein digitales psychologisches Therapieprogramm Menschen mit Endometriose dabei unterstützen kann, besser mit chronischen Schmerzen umzugehen. Viele Menschen mit Endometriose erleben anhaltende Schmerzen und Einschränkungen im Alltag – dennoch fehlt es oft an wirksamen Unterstützungsangeboten.

Mit dieser Studie soll untersucht werden, ob ein digitales psychologisches Programm Betroffenen helfen kann, besser mit den Herausforderungen chronischer Schmerzen umzugehen, Akzeptanz gegenüber den Schmerzen zu entwickeln und die persönliche Handlungsfähigkeit zu stärken. Das Online-Therapieprogramm HelloBetter Endometriose basiert auf psychologischen Methoden, die sich bereits bei anderen chronischen Schmerzerkrankungen als wirksam erwiesen haben. Ob das Programm auch Menschen mit Endometriose unterstützen kann, wird nun erstmals wissenschaftlich untersucht.

Dabei ist Ihre Teilnahme besonders wichtig, denn Ihre Erfahrungen können wichtige Hinweise darüber geben, ob HelloBetter Endometriose eine sinnvolle Ergänzung zur bisherigen Versorgung sein kann.
Die Teilnahme erfolgt flexibel online und trägt dazu bei, die Forschung und zukünftige Unterstützung für Menschen mit Endometriose weiterzuentwickeln. 

Ein positives Ethikvotum liegt vor.


konkrete Vorteile der Studie bzw. Erkenntnisgewinn für Endometriose-Betroffene:

Ein möglicher Vorteil für Teilnehmende besteht darin, kostenlos Zugang zu einem begleiteten Online-Therapieprogramm zu erhalten, das speziell auf Menschen mit Endometriose abgestimmt ist. Das Programm vermittelt Informationen und wirksame Strategien aus der kognitiven Verhaltenstherapie und der Akzeptanz-Commitment-Therapie nach dem aktuellsten Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse. Es kann ortsunabhängig und zeitlich flexibel genutzt werden. Ein individueller Nutzen durch die Teilnahme kann dabei nicht garantiert werden kann. 

Darüber hinaus kann die Studie wichtige Erkenntnisse darüber liefern, welche Belastungen Menschen mit Endometriose im Alltag besonders beeinträchtigen und welche Unterstützungsangebote tatsächlich hilfreich sein können. Neben Schmerzen werden deshalb auch Lebensqualität, psychisches Wohlbefinden, Schmerzverarbeitung, Ängste, depressive Beschwerden sowie Auswirkungen auf Alltag und soziale Teilhabe untersucht.

Langfristig können die Ergebnisse dazu beitragen, die Versorgung von Menschen mit Endometriose zu verbessern und ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebote verfügbar zu machen – unter anderem auch für Betroffene, die nur eingeschränkten Zugang zu einer psychotherapeutischen oder spezialisierten Schmerzbehandlung haben.

 

Teilnahmevoraussetzungen:

  • Alter ab 18 Jahre
  • bestätigte Endometriose-Diagnose
  • aktuelle deutliche Schmerzbelastung oder Schmerzbeeinträchtigung
  • ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache
  • Zugang zum Internet sowie grundlegende Computer- bzw. Smartphone-Kenntnisse

Die Teilnahme erfolgt vollständig online und ist unabhängig davon möglich, welche medizinischen oder therapeutischen Behandlungen aktuell genutzt werden. Auch Personen, die bereits andere Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen, können teilnehmen.


Ausschlusskriterien:

  • Alter unter 18 Jahre
  • keine bestätigte Endometriose-Diagnose
  • keine deutliche Schmerzbelastung oder Schmerzbeeinträchtigung

Personen mit einer akuten, sehr schweren psychischen Belastung oder akuter Suizidalität können nicht teilnehmen, da in diesen Fällen zunächst andere Unterstützungsangebote erforderlich sind.

Art und Dauer der Teilnahme:

Die Teilnahme an der Studie erfolgt vollständig online und erstreckt sich insgesamt über etwa sechs Monate.
Nach der Anmeldung und Prüfung der Teilnahmevoraussetzungen sowie der ersten Online-Befragung, werden die Teilnehmenden per Zufallsprinzip einer von zwei Gruppen zugeteilt:
1. einer Interventionsgruppe mit direktem Zugang zum Online-Therapieprogramm HelloBetter Endometriose oder
2. einer Kontrollgruppe, die zunächst die übliche Versorgung fortführt und später ebenfalls Zugang zum Programm erhalten kann.

Das Online-Therapieprogramm umfasst sieben aufeinander aufbauende Einheiten über einen Zeitraum von maximal 12 Wochen. Pro Woche sollte ungefähr eine Einheit bearbeitet werden. Die Bearbeitung dauert jeweils etwa 45–60 Minuten und kann flexibel im eigenen Alltag durchgeführt werden.

Alle Teilnehmenden beantworten zu mehreren Zeitpunkten drei Online-Fragebögen, unter anderem zu Schmerzen, Lebensqualität und psychischem Wohlbefinden:
- zu Beginn der Studie,
- nach etwa 3 Monaten sowie
- nach etwa 6 Monaten.

Außerdem findet vor der Gruppenzuteilung und nach Abschluss der Programmnutzung ein kurzes Studiengespräch statt, in dem Fragen zur Studie und Erfahrungen mit der Teilnahme erfasst werden.

 

Link zur Teilnahme:

https://hellobetter.de/endometriosestudie/

Weitere Informationen finden Sie in diesem Flyer.

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Jenny Luisa Grütter:

endometriose@hellobetter.de

Studienleitung:

  • Prof. Dr. Antonia Barke

 

Anschrift:

Universität Duisburg-Essen

Abteilung für Klinisch-Psychologische Interventionen

Universitätsstr. 2, 45141 Essen

 

 

 

Justus-Liebig-Universität Gießen

Wahrnehmung von und Umgang mit Endometriose und Migräne

Ziel der Studie:

Die vorliegende Studie richtet sich an Frauen mit Migräne oder Endometriose, zwei Erkrankungen, die Frauen besonders häufig betreffen und mit erheblichen körperlichen sowie psychischen Belastungen einhergehen. Rund 14,8 % der Frauen in Deutschland erfüllen die Kriterien für Migräne. Bei Endometriose sind es etwa 9,5 %, davon sind ca. 42% auch von chronischen Beckenschmerzen betroffen. Beide Erkrankungen sind trotz ihrer Verbreitung noch unzureichend erforscht.

Ein bislang kaum untersuchter Aspekt ist, wie Betroffene im sozialen und medizinischen Umfeld wahrgenommen werden. Viele Frauen berichten, dass ihre Beschwerden nicht ernst genommen werden – von Familie und Arbeitgeber, aber auch von Ärztinnen und Ärzten. Solche Erfahrungen können den Zugang zur Versorgung erschweren, das Vertrauen in das Gesundheitssystem untergraben und langfristig zu psychischen Belastungen wie Depressionen führen.

Ziel der Studie ist es, diese Erfahrungen systematisch zu erfassen und ihre Auswirkungen auf das Krankheitserleben, die emotionale Befindlichkeit und die Lebensqualität zu untersuchen.

Die Teilnahme erfolgt vollständig online und dauert etwa 40–50 Minuten. Rund 9–12 Monate später werden Teilnehmerinnen zu einer freiwilligen Nachbefragung eingeladen, um Veränderungen im Krankheitsverlauf zu erfassen. Alle Daten werden pseudonymisiert erhoben. Unter den Teilnehmerinnen werden zudem 20 Gutscheine im Wert von je 25 Euro verlost.

Ein positives Ethikvotum liegt vor.

konkrete Vorteile der Studie bzw. Erkenntnisgewinn für Endometriose-Betroffene:

Durch die systematische Erfassung, wie Betroffene im Gesundheitssystem und im sozialen Umfeld behandelt werden, werden erlebte Diskriminierung und das Nicht-Ernstgenommen-Werden wissenschaftlich sichtbar gemacht. Daraus lassen sich konkrete Empfehlungen für die Aus- und Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal ableiten und psychosoziale Unterstützungsangebote gezielter auf die Bedürfnisse von Endometriose-Betroffenen ausrichten.

Durch die Nachbefragung nach 9–12 Monaten entstehen darüber hinaus wertvolle Verlaufsdaten, die zeigen, wie soziale Erfahrungen den Umgang mit der Erkrankung langfristig beeinflussen – eine Forschungslücke, die bislang kaum adressiert wurde.

Nicht zuletzt stärkt die Studie die Arbeit von Selbsthilfeorganisationen wie der Endometriose-Vereinigung Deutschland: Belastbare wissenschaftliche Daten sind ein wichtiges Instrument, um gegenüber Politik und Gesundheitssystem bessere Versorgung, mehr Forschungsförderung und eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung der Erkrankung einzufordern. Wer teilnimmt, investiert damit in die Verbesserung der Situation aller Betroffenen.


Teilnahmevoraussetzungen:

  • Patientinnen mit einer fachärztlich gesicherten Diagnose einer Endometriose (ICD-10: N.80.- Endometriose)
  • Vorliegen von chronischen Schmerzen in Zusammenhang mit der Endometriose (länger als 3 Monate)

    und/oder
  • Patientinnen mit einer fachärztlich gesicherten Migräne-Diagnose (ICD-10: G43)
  • Vorliegen chronischer Schmerzen (länger als 3 Monate) 

Hinweis: Der jeweilige Diagnosestatus wird ausschließlich auf Grundlage der Selbstangaben der Teilnehmerinnen im Rahmen der Online-Befragung erhoben. Eine medizinische Überprüfung oder Diagnosestellung erfolgt im Rahmen der Studie nicht.

 

Ausschlusskriterien:

  • Vorliegen einer malignen Erkrankung
  • Vorliegen einer psychiatrischen Erkrankung (z.B. psychotische Störung, akute Substanzabhängigkeit)
  • Vorliegen anderer schwerwiegender chronischer körperlicher Erkrankungen (z.B. Diabetes, Rheuma)
  • unzureichende Deutschkenntnisse.

Alle Teilnehmenden werden vorab schriftlich über die Ein- und Ausschlusskriterien der Studie aufgeklärt.

Art und Dauer der Teilnahme:

  • Online-Fragebogen (bitte an einem PC ausfüllen)
  • ca. 40-50 min.
  • Rund 9–12 Monate später werden Teilnehmerinnen zu einer freiwilligen Nachbefragung eingeladen, um Veränderungen im Krankheitsverlauf zu erfassen.
  • Alle Daten werden pseudonymisiert erhoben.

Vergütung:

Unter den Teilnehmerinnen werden zudem 20 Gutscheine im Wert von je 25 Euro verlost.

Link zur Teilnahme:

https://redcap.link/tbuwg4ly

Weitere Informationen finden Sie in diesem Flyer.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Katarzyna Boryszewska und Miriam Bartsch:

E-Mail:  studie-endomig@uni-giessen.de

Studienleitung:

  • Prof. Dr. Christiane Hermann
  • Dr. Judith Kappesser
  • Silas Pfeiffer
  • Katarzyna Boryszewska
  • Miriam Bartsch

Anschrift:

Justus-Liebig-Universität Gießen

Otto-Behaghel-Str. 10F, 35394 Gießen

 

 

 

Charité Universitätsmedizin und mama health technologies GmbH

Du bist mit deiner Endometriose nicht allein

Ziel der Studie:

In dieser Studie des Endometriose-Zentrums der Charité (unter der Leitung von Prof. Sylvia Mechsner) wird zum ersten Mal der vollständige Leidensweg von Endometriose-Betroffenen untersucht. Mit Hilfe eines Chatbots können die Teilnehmer*innen ihre gesamte Endometriose-Geschichte erzählen - von den ersten Beschwerden über die Arztbesuche bis hin zur möglichen Diagnose sowie allen sonstigen Erfahrungen, die sie gemacht haben.

Teilnahmevoraussetzungen:

  • Wir laden Sie hiermit herzlich dazu ein, an dem Projekt teilzunehmen (unabhängig davon, ob bereits eine Diagnose gestellt wurde oder nur der Verdacht besteht)!

Art und Dauer der Teilnahme:

  • Die Studie findet über die Gesundheits-Plattform „mama health“ statt. Das Besondere: Sie können den Studienverlauf live verfolgen, und kontinuierlich Ihre Geschichte updaten! Gleichzeitig können Sie in einem geschützten Rahmen aus den Geschichten Anderer lernen und sich mit anderen Betroffenen austauschen.

Teilnahmelink: 

Alle Informationen und die Anmeldung zur Studienteilnahme finden Sie über https://de.mamahealth.com/endometriosis-charite

Für Rückfragen kontaktieren Sie:

support@mamahealth.io 

Studienleitung:

Prof. Sylvia Mechsner

Endometriose-Zentrum der Charité

 

Universität Basel

Endometriose-Intervention für Paare

Ziel der Studie:

Ein Forschungsteam der Universität Basel entwickelt derzeit eine Intervention für Endometriose-Betroffene und ihre Partner*innen. Das Programm verbindet Elemente der Achtsamkeit mit Ansätzen zur gegenseitigen Unterstützung innerhalb der Partnerschaft.

Ziel ist es, das Wohlbefinden und die Schmerzbewältigung von Endometriose-Betroffenen zu unterstützen, indem das Unterstützungspotenzial innerhalb der Partnerschaft gezielt gestärkt wird.

Bevor die Hauptstudie startet, werden zehn Paare für einen Pilottest gesucht. Die Teilnehmenden testen die entwickelte Intervention und geben anschließend Rückmeldung dazu. Auf diese Weise sollen die Perspektiven von Endometriose-Betroffenen und ihren Partner*innen bereits in die weitere Entwicklung der Intervention einfließen.

Ein positives Ethikvotum liegt vor.

Konkrete Vorteile der Studie bzw. Erkenntnisgewinn für Endometriose-Betroffene:

Im Rahmen der Intervention lernen die Teilnehmenden Strategien für den Umgang mit Schmerzen kennen und erproben Übungen, die auf Ansätzen zur gegenseitigen Unterstützung innerhalb der Partnerschaft sowie auf Elementen der Achtsamkeit basieren.

Durch ihre Rückmeldungen tragen die teilnehmenden Paare dazu bei, die Intervention weiterzuentwickeln. Die Intervention und die Ergebnisse der Studie sollen später in Form eines kostenlosen Selbsthilfe-Manuals veröffentlicht werden.

Teilnahmevoraussetzungen:

  • Paare, bei denen eine Person von Endometriose oder Adenomyose betroffen ist
  • Bereitschaft beider Partner*innen, die Intervention gemeinsam zu testen und Rückmeldung dazu zu geben

Ausschlusskriterien:

  • beschwerdefreie Endometriose/Adenomyose
  • Personen ohne Partner*in

Art und Dauer der Teilnahme:

  • 6 audiogeführte Sitzungen
  • jeweils ca. 1 Stunde
  • Durchführung über einen Zeitraum von 2 Wochen
  • gemeinsame Durchführung durch beide Partner*innen

Die Sitzungen beinhalten verschiedene Übungen, die von den Paaren während der Audios gemeinsam durchgeführt werden.

Bei Interesse an der Teilnahme oder bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Simone Wyss:

E-Mail: empower-psychologie@unibas.ch

Interessierte Paare erhalten die Intervention anschließend direkt vom Forschungsteam.

Studienleitung:

Dr. Maximiliane Uhlich

Anschrift:

Universität Basel
Fakultät für Psychologie
Persönlichkeits- und Entwicklungspsychologie
Maximiliane Uhlich
Missionsstrasse 62a
CH-4055 Basel

Donau-Universität Krems

Zusammenhang zwischen Supplementation mit Omega-3-Fettsäuren und Dysmenorrhoe bei Frauen mit Endometriose unter Berücksichtigung von Body-Mass-Index und Alter: eine Querschnittstudie

Ziel der Studie:

Ziel der Masterarbeitsstudie ist es, den Zusammenhang zwischen der Omega-3-Supplementation und der Intensität der Dysmenorrhoe bei Frauen mit diagnostizierter Endometriose und regelmäßigem Menstruationszyklus zu untersuchen. Zur Beantwortung dieser Fragestellung wird erforscht, ob Unterschiede in der Einnahmemenge von Omega-3-Fettsäuren sowie in der Dauer der Supplementation mit unterschiedlichen Ausprägungen der Dysmenorrhoe bei Frauen mit Endometriose assoziiert sind. Darüber hinaus wird geprüft, ob der Body-Mass-Index (BMI) und das Alter der Betroffenen einen möglichen Einfluss auf diesen Zusammenhang haben.

Teilnahmevoraussetzungen:

  • mindestens 18 Jahre alt
  • ärztlich diagnostizierte Endometriose
  • Einnahme von Omega-3-Fettsäuren seit mindestens 4 Wochen
  • Menstruationsschmerzen bereits vor Beginn der Einnahme von Omega-3-Fettsäuren

Ausschlusskriterien:

  • Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Peri- oder Postmenopause
  • bekannte Allergie oder Kontraindikation gegen Omega-3-Fettsäuren-Supplemente
  • diagnostizierte Schmerzsyndrome außerhalb der Endometriose
  • Einnahme von Omega-3-Fettsäuren seit weniger als 4 Wochen

Art und Dauer der Teilnahme:

  • Online-Befragung
  • ca. 5–7 Minuten
  • anonyme Teilnahme

Weitere Informationen finden Sie in diesem Flyer.

Link zur Teilnahme:
Online-Befragung zu Endometriose und Omega-3-Fettsäuren

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Iris Grünstäudl, BSc:

iris.gruenstaeudl@edu.donau-uni.ac.at

Studienleitung:

  • Iris Grünstäudl, BSc

Anschrift:

Donau-Universität Krems
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems an der Donau
Österreich

Hinweis:

Wir prüfen die Studienaufrufe nach unseren Möglichkeiten, übernehmen jedoch keine Verantwortung für deren Umsetzung. Für weitergehende Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die jeweils angegebenen Kontaktpersonen.

Für Forscher*innen

Studien, die wir veröffentlichen müssen relevant für Endometriose-Betroffene sein und mit ihren Ergebnissen zu einem Erkenntnisgewinn führen, der zur Verbesserung der Situation und Versorgung von Endometriose-Betroffenen beitragen kann. Daher ist es uns wichtig, dass uns die Ergebnisse zur Verfügung gestellt werden bzw. muss uns deren Veröffentlichung bekannt gegeben werden.

Gern veröffentlichen wir Ihre Studie, dazu benötigen wir wichtige Angaben. Bitte füllen Sie dafür dieses Online-Formular aus.