Aktuelles

Selbsthilfe wirkt! Studienergebnisse im Überblick

In einer Selbsthilfegruppe geben sich Betroffene gegenseitig Unterstützung. Nicht alleine zu sein und auch durch die Erfahrungen der anderen mit der eigenen Situation besser umgehen zu können, sind positive Effekte von Selbsthilfe. Das hat auch eine Studie bestätigt. Die Studie „Gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Deutschland – Entwicklungen, Wirkungen, Perspektiven“ (SHILD) wurde vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert und hat seit Ende 2012 das Thema Selbsthilfe theoretisch und praktisch aufgearbeitet. Im Fokus standen z.B. die Wirkungen der Selbsthilfe bei den aktiven Betroffenen. Ergebnisse der Studie wurden bereits veröffentlicht und bei Kongressen vorgestellt. Jetzt hat das Team die wichtigsten Daten anschaulich auf 20 Seiten zusammengefasst. In Form von Schaubildern und Grafiken werden die positiven Effekte von Selbsthilfe übersichtlich vorgestellt.

Quelle: https://www.uke.de/extern/shild/aktuelles.html

Direkt zum PDF: https://www.uke.de/extern/shild/Materialien_Dateien/SHILD-Fact-Sheets-2018-web-vollbild.pdf

Systemischen Therapie als Psychotherapie anerkannt

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Ende 2018 den Nutzen und die medizinische Notwendigkeit der systemischen Therapie bei Erwachsenen als Psychotherapieverfahren anerkannt. Die systemische Therapie wird in die Psychotherapie-Richtlinie aufgenommen, die Details sollen im Laufe dieses Jahres geklärt werden. Damit wird die systemische Therapie – zusammen mit der Verhaltenstherapie, der tiefenpsychologisch fundierten Therapie und der analytischen Psychotherapie – das vierte Psychotherapieverfahren sein, das im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung erbracht werden kann.

Mehr Informationen: https://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/775/

Sehenswert!

BBCThree hat eine Reihe von vier Kurzfilmen unter dem Titel Bodylanguage produziert. Einer beschäftigt sich mit Endometriose, es gibt einen zu Dyspareunie (Schmerzen beim Sex), einen über frühe Menopause bzw. Leben nach einer Hysterektomie und einen vierten über pränatale Depression, also Depression während der Schwangerschaft. Jeder der Filme setzt die Geschichte einer Betroffenen in eine tolle Bildsprache um.

Die komplette Reihe kann man auf Youtube ansehen: http://bit.ly/2D1zgv4

Studie zu Schmerztagebuch-App sucht Teilnehmer/innen

Eine Forschungsgruppe der Klinischen Psychologie an der Ruhr-Uni Bochum untersucht, wie ein hilfreiches Schmerztagebuch aufgebaut sein sollte. Für die Online-Studie wurde eine App entwickelt, mit der Schmerzverläufe erfasst werden. Die Teilnehmer/innen sollen jeden Abend ein paar Fragen zu Ihren Schmerzen beantworten (Aufwand ca. 2 Minuten) und erhalten wöchentlich sowie bis 12 Wochen nach der Studie weitere Fragen.
Teilnehmen kann, wer seit mindestens 3 Monaten ein Schmerzproblem hat, ein Android oder iOS Smartphone besitzt und mindestens 18 Jahre alt ist.
Die Daten werden vollständig anonym erhoben und im Rahmen der Studie ausgewertet. Die E-Mail Adresse wird nicht mit den erhobenen Daten zusammengeführt.
Bei Interesse an der Teilnahme, gibt es hier mehr Infos: http://www.pain-study.com/

Themencheck Medizin untersucht Schmerzen bei Endometriose

Vor etwa einem Jahr hatten wir unsere Mitglieder dazu aufgerufen, eine Frage zu Endometriose beim Themencheck Medizin einzureichen. Die Krankheit wurde nun tatsächlich mit dieser Frage ausgewählt: Schmerzen bei Endometriose: Helfen anstelle von Schmerzmedikamenten auch andere Verfahren?
Beim ThemenCheck Medizin können Fragen zu Untersuchungs- und Behandlungsverfahren an die Wissenschaft gestellt werden. Das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) sucht aus allen eingereichten Vorschlägen pro Jahr bis zu fünf Fragen zur Beantwortung aus.
In diesem Jahr haben es vier Themen durch das Auswahlverfahren geschafft: Depressionen bei Kindern, mHealth-Lösungen bei Multipler Sklerose, Elephantiasis und eben Schmerzen bei Endometriose.
„Unser Ziel ist es immer, aus den eingereichten Vorschlägen diejenigen auszuwählen, die für die Patientenversorgung in Deutschland besonders relevant sind, (…) das ist uns auch diesmal gelungen: Der Leidensdruck der Patientinnen und Patienten bei den ausgewählten Fragestellungen ist zweifellos groß und viele sind betroffen. Jede noch so kleine Versorgungsverbesserung hilft hier weiter.“, heißt es in der Pressemitteilung des IQWiG.
Die Berichte zu den vier neuen Themen werden voraussichtlich Mitte 2020 veröffentlicht.
www.themencheck-medizin.iqwig.de

Endometriose und Reizdarmsyndrom

Viele Endo-Patientinnen leider auch unter Magen-Darm-Beschwerden oder Reizdarmsyndrom. Eine dänische Studie hat jetzt herausgefunden, dass Frauen mit Endometriose häufiger daran leiden als andere Frauen. Das galt auch für Endo-Patientinnen, bei denen die Endometriose nicht im Darm diagnostiziert wurde.

Das wissenschaftliche Abstract der Studie: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0301211518310303

Eine Zusammenfassung: https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2018/12/25/reizdarmsyndrom-bei-endometriose/

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