Endo. Politisch. Aktiv.

Endometriose ist politisch!

Zahlreiche politische Entscheidungen und Festlegungen haben direkten oder indirekte Einfluss auf die Situation von Endometriosebetroffenen. Daher engagieren wir uns politisch.

Engagiert

In unserer Vereinigung engagieren sich viele Mitglieder in der Arbeitsgruppe Endo. Politisch. Aktiv. ehrenamtlich für unsere politischen Ziele und Interessen. Wenn Du mitmachen möchtest, dann schreib einfach eine E-Mail an v.fisch@endometriose-vereinigung.de.

Ausgezeichnet

Mittlerweile sind wir für unser politisches Engagement sogar ausgezeichnet worden: Mit dem Starterpreis der Studienstiftung des deutschen Volkes.
Am 30.05.2022 reisten Verena Fisch und Javed Lindner nach Berlin um die Auszeichnung entgegenzunehmen. Der Starterpreis enthielt neben einem Preisgeld von 1.000 Euro auch zwei Coaching-Workshops.

Verena Fisch und Javed Lindner

Die Studienstiftung des deutschen Volkes ist das älteste und größte Begabtenförderungswerk in der Bundesrepublik. Sie unterstützt besonders engagierte Studierende und Promovierende finanziell und ideell und ehrt damit deren außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement und innovative Vorhaben.

Faktenbasiert

Aktuell führen die Mitglieder der Arbeitsgruppe eine Befragung zum Zusammenhang von Endometriose und Arbeit sowie eine Befragung von Medizinstudent*innen zum Thema Endometriose im Studium durch. Auf der Grundlage dieser Daten können wir unsere politischen Forderungen fundiert begründen und unser Engagement gezielt ausrichten. Dazu gehört bspw. die Aufklärung und Information von Arbeitgebern zu Endometriose.

Im Gespräch

Wir sind im Gespräch mit vielen Politiker*innen auf Bundes-, Landes- und auch auf kommunaler Ebene. Auf Landeseben können Politiker*innen bspw. Einfluss auf die Bereitstellung von Forschungsmitteln und die Aufnahme von Endometriose in Lehrpläne nehmen. Kommunalpolitiker*innen können konkrete Projekte anregen und sich für deren Finanzierung einsetzen, bspw. Aufklärung in öffentlichen Einrichtungen, Aktionstage oder indem sie die Verwaltungen anregen, „endometriosefreundliche“ Arbeitgeber zu werden.

Wir sind bspw. im regelmäßigen Austausch mit Abgeordneten der CDU des Hessischen Landtages zum Thema Endometriose als Thema im Schulunterricht und Leistungen der Krankenkassen und mit einer Abgordneten der Freien Wähler in Rheinland-Pfalz. Der Bundesverband der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, der sozialpolitische Flügel der CDU, hat einen Teil unserer Forderungen zu  bundespolitischen Positionen der CDA gemacht. Mit Abgeordneten der FDP arbeiten wir sowohl auf Bundes- wie auf Landesebene zusammen. So konnten wir am Antrag der Thüringer FDP zu einem Thüringer Aktionsplan Endometriose mitwirken. Wir führen Gespräche mit Vertretern der Grünen, der SPD und der Partei Die Linke.

Mitsprechen

Ein wichtiger Baustein unseres politischen Engagements ist unsere Mitarbeit in der Patient*innenvertretung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Seit 2021 vertritt Natascha Lowitzki unsere Interessen in diesem wichtigen Gremium. Der G-BA legt unter anderem fest, welche medizinischen Leistungen von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen werden. Dabei spielt es eine entscheidende Rolle, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen von der Politik vorgegeben werden.

Mitmachen

Unsere Arbeitsgruppe hat im Herbst 2020 eine Befragung unter über 1.500 Endometriosebetroffenen zu relevanten Themenbereichen durchgeführt. In Anlehnung an die Ergebnisse dieser Umfrage setzen wir seit 2021 mehrere Projekte in den Bereichen Information und Aufklärung, Arbeitsrecht sowie internationale Kooperation um. In diesen Projekten arbeiten wir, um auf verschiedenen Ebenen Einfluss auf die Situation von Betroffenen in Deutschland zu nehmen. Im Bereich Mitmachen findet ihr weitere Informationen dazu, wie ihr bei unserem politischen Engagement mitwirken könnt.

Ausblick

2021 hat mit grandiosen Nachrichten begonnen: Frankreich möchte, als erstes europäisches Land, eine nationale Endometriose-Strategie entwickeln. Ein wichtiger Schritt, um die Versorgungssituation der Betroffenen umfassend zu betrachten und Probleme übergreifend zu lösen. Präsident Macron hat Endometriose als gesellschaftliches Problem erkannt und möchte es als solches angehen. Auch wenn seine Kolleg*innen in Deutschland noch keine Strategien zu Endometriose vorgelegt haben, erkennen wir, dass das Thema langsam bei Politiker*innen ankommt. Es werden Anträge formuliert und es werden Gespräche gesucht. Das ist ein guter erster Schritt, aber es muss mehr passieren. Die Probleme der Betroffenen müssen gehört und gelöst werden.

Petition

Am 28.01.2022 startete die Petition #EndEndosilence - für eine nationale Endometriose Strategie. Die Petition unterzeichneten bereits über 130.000 Unterstützer*innen, die das Anliegen der Petententin Theresia Crohne und den vielen Endometriosebetroffenen unterstützen. Kern der Petition ist die Forderung nach eine Nationalen Strategie Endometriose.

Positionspapier mit politischen Forderungen der Endometriose-Vereinigung

Im Zuge der Bundestagswahl 2021 haben wir 15 konkrete Forderungen an die Bundespolitik erarbeitet. Unser Positionspapier beinhaltet Forderungen zu den Bereichen Aufklärung, Diagnostik, Behandlung, Forschung, Arbeitsrecht, internationale Zusammenarbeit und politische Strukturen auf Bundesebene. Zahlreiche Endometriosebetroffene haben mit ihren Abgeordneten vor und nach der Bundestagswahl das Gespräch gesucht, ihnen die Forderungen übergeben und sie so für unsere Anliegen sensibilisiert.

Auch nach der Bundestagswahl ist es wichtig, mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages ins Gespräch zu kommen und sie auf die Notwendigkeit hinzuweisen, sich für die Interessen von Endometriosebetroffenen einzusetzen. Deine*n aktuellen Abgeordnete*n kannst du einfach auf der Webseite des Deutschen Bundestages finden. Dazu musst du nur deine Postleitzahl oder deinen Wohnort angeben und du bekommst direkt eine Liste aller Politiker*innen, die dich derzeit im Bundestag vertreten. Du kannst deine Abgeordneten in ihren Sprechstunde kontaktieren, mit ihnen einen Termin vereinbaren, eine öffentliche Anfrage stellen oder eine Info-E-Mail verschicken.

Wir haben für ein Gespräch mit Politikern einige Materialien erstellt, die dich dabei unterstützen können, das Gespräch zu führen:

Diskussion mit Politiker*innen

Am 31. März 2021 haben wir die Situation von Endometriosebetroffenen in Deutschland in einer virtuellen Diskussion mit den drei Bundestagsabgeordneten Maria Klein-Schmeink (Bündnis90/Die Grünen), Martina Stamm-Fibich (SPD) und Dr. Georg Kippels (CDU) sowie den Medizinern Prof. Stefan Renner und Dr. Sebastian Schäfer diskutiert. Es ging in der Diskussion darum, Endometriose als schwerwiegende, chronische und unheilbare Erkrankung mehr Raum im öffentlichen Diskurs zu geben und einen Platz auf der politischen Agenda einzuräumen. Die Diskussion könnt ihr euch hier noch einmal anschauen:

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